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'Ein souveräner Sieg'

FCB kommt langsam auf Touren

Der Auftakt in die ersten englischen Wochen der Saison ist gelungen! Dank eines „souveränen“ (Philipp Lahm) und letztlich ungefährdeten 2:0 (1:0)-Heimsiegs im Südschlager gegen den VfB Stuttgart bleibt der FC Bayern auch nach dem 3. Spieltag der noch jungen Saison unbesiegt und kann mit gestärktem Selbstvertrauen dem schweren Champions-League-Auftaktspiel am kommenden Mittwoch gegen den englischen Meister Manchester City entgegenblicken.

„Ich glaube, dass wir ordentlich gespielt haben“, betonte Kapitän Lahm nach dem Schlusspfiff in der mit 71.000 Zuschauern ausverkauften Allianz Arena. „Wir hatten über 90 Minuten die besseren Tormöglichkeiten und haben zur richtigen Zeit das 1:0 gemacht. Am Ende haben wir souverän gewonnen“, so Lahm weiter. Das sah auch Geburtstagskind Thomas Müller so: „Der Tag ist gut gelaufen. Der Sieg hätte höher ausfallen können. Es war kein Schützenfest, aber ein sehr souveräner Sieg.“

Eine Zehenspitze zu spät

Dass noch nicht alles rund läuft beim Rekordmeister ist angesichts der nicht unproblematischen Vorbereitung und der zahlreichen personellen Ausfälle verständlich. Und doch zeigte sich der FCB im Gegensatz zum 1:1 vor zwei Wochen beim FC Schalke 04 weiter verbessert und fügte dem VfB die 12. Niederlage in Folge im direkten Duell zu. „Die zweite Halbzeit war in letzter Zeit so ein bisschen unser Schwachpunkt. Das war diesmal besser“, analysierte Müller.

Nach der 1:0-Führung durch Mario Götze (27. Minute) kontrollierte die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola das Geschehen, versäumte es jedoch, frühzeitig den zweiten Treffer nachzulegen. „Uns hat vielleicht wieder der letzte Pass gefehlt, der entscheidende Pass, um eine Riesentorchance zu haben“, erklärte Lahm. „Es fehlt vor dem Tor noch das Quäntchen Glück. Da sind wir oft eine Zehenspitze zu spät dran“, fügte Müller hinzu. Für die Entscheidung sorgte der eingewechselte Franck Ribéry (85.) bei seinem Comeback nach viermonatiger Spielpause.

Rückkehrer Ribéry glücklich

„Es ist immer schön, wenn du wieder auf dem Platz bist. Ich musste lange warten. Ich freue mich, dass ich wieder bei der Mannschaft bin“, sagte der Franzose, der zuletzt beim DFB-Pokalfinale am 17. Mai das Trikot des FCB trug. Auch wenn er „natürlich noch nicht bei 100 Prozent“ ist, ließ der 31-Jährige bei seinem 22-Minuten-Einsatz immer wieder sein Können aufblitzen. „Wir brauchen Franck. Ich weiß, wie wichtig er für uns ist. Wir brauchen gerade sein Talent im Eins-gegen-Eins“, erklärte Guardiola im Hinblick auf die nächsten Wochen.

„Wir wissen, was er für eine Klasse hat. Das hat er wieder gezeigt. Über Franck braucht man nicht viel sagen, wir kennen ihn jahrelang. Er ist ein überragender Fußballer“, lobte auch Lahm den lange vermissten Rückkehrer. Verzichten müssen die Bayern in den nächsten Wochen dafür erneut auf Holger Badstuber. Der Innenverteidiger zog sich kurz vor der Halbzeit einen Muskelsehnenriss zu und wird dem FCB auf unbestimmte Zeit fehlen (eigener Bericht).

Alonso dominiert im Mittelfeld

Umso wichtiger für die Münchner ist nun, dass sich Last-Minute-Neuzugang Xabi Alonso wie schon bei seinem Debüt vor zwei Wochen auch gegen den VfB in starker Form präsentierte. 150 (!) Ballkontakte waren der statistische Beleg für die dominierende Rolle des Welt- und Europameisters, der sein Heimdebüt beinahe noch mit dem ersten Bundesligator gekrönt hätte. Sein abgefälschter Schuss in der 72. Minute landete aber an der Querlatte.

„Ich habe es genossen, vor dem Münchner Publikum zu spielen“, sagte Alonso, auch wenn der Arbeitstag gegen den VfB „mühsam“ gewesen sei: „Alles in allem war ich zufrieden.“ Das war auch Guardiola, der um die Bedeutung seines Landsmanns weiß: „Mit Xabi Alonso haben wir viel verbessert im Aufbauspiel. Er kennt seinen Job auf der Position. Er hat das Auge für den kurzen Pass, für den langen Pass, er ist intelligent im Defensivverhalten.“ Am Mittwochabend kann der Routinier dies wieder unter Beweis stellen.

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