präsentiert von
Menü
'Eine große Persönlichkeit'

Xabi Alonso: 'Möchte mich beweisen'

Freitag: zum ersten Mal bei der Mannschaft; Samstag: erstes Spiel; Sonntag: zum ersten Mal in Lederhosn; Montag: offizielle Vorstellung. Im Eiltempo hat Xabi Alonso seine ersten Schritte beim FC Bayern gemacht. „Alles ist sehr schnell gegangen“, stellte auch der 32-Jährige fest, als er erstmals auf dem Podium des Medien Centers Platz nahm und von Matthias Sammer „herzlich willkommen“ geheißen wurde: „Es ist ein besonderer Moment für uns, einen großen Spieler, eine große Persönlichkeit bei uns begrüßen zu können. Wir wollen alles gewinnen. Dafür brauchen wir ihn.“

Da war es, das Wort des Tages: Persönlichkeit. Wer Alonsos FCB-Debüt am Samstag auf Schalke nicht gesehen hatte, dem reichte auch die Dreiviertelstunde Pressetalk am Montag, um zu erkennen: Xabi Alonso besitzt ebendiese. Charmant zog er die Zuhörer in seinen Bann und beantwortete gekonnt sämtliche Fragen. Mal sachlich, mal mit einem Lächeln. Mal auf Spanisch, mal auf Englisch. Und erste Kenntnisse in Deutsch („Guten Morgen!“/„Ich bin Xabi.“/„Wie gehts?“/“Danke“) und Bairisch („Mia san mia!“/„Servus!“) bewies er auch noch.

„Es ist eine Ehre, ein Privileg, hier in München zu sein“, sagte der Spanier, „sowohl als Fußballprofi als auch als Person ist es toll für mich, diesen Schritt zu gehen.“ Sein Debüt in Gelsenkirchen fand er „überraschend“, weil es so schnell ging, und „ordentlich“, was seine Leistung betrifft. „Meine Mitspieler haben mir viel geholfen. Natürlich hätte das Resultat besser sein können.“

'Ein schöner Druck'

An seiner Seite geriet Sammer ins Schwärmen. Alonsos Qualität sei nicht zu übersehen, sagte der FCB-Sportvorstand: „Sein Auftreten, seine Art und Weise, Fußball zu spielen, wird uns sofort weiterhelfen. Er ist eine Persönlichkeit, die auf dem Platz eine Präsenz hat. Was er im Essensraum oder in der Kabine ausstrahlt, diese Erfahrungen, die er gemacht hat - das alles ist sehr wichtig für die Mannschaft.“ Natürlich drehe sich Fußball um Physis, Taktik und Technik. „Aber was ich am allermeisten liebe im Fußball, ist Persönlichkeit.“

Als solche könnte Alonso nicht besser zum FC Bayern passen. „Ich weiß, dass man bei Bayern immer gewinnen muss. Das kenne ich von Real Madrid. Das ist ein schöner Druck“, sagte der Weltmeister und je zweifache Europameister sowie Champions-League-Sieger. Sein Hunger sei nach wie vor groß. „Ich möchte mir selbst etwas beweisen, auf meinem allerhöchsten Niveau spielen“, betonte er.

Ausschlaggebend für seinen Wechsel nach Münchens seien drei Dinge gewesen: die Titel-Ambitionen des FC Bayern, die Bundesliga („Sie wird immer stärker“) und Pep Guardiola („ein großartiger Trainer“). Alonso ist aber auch neugierig auf das Leben in Deutschland und München im Speziellen. „Ich war früher schon mal in München, auch als Tourist. Es ist eine tolle Stadt. Ich freue mich darauf, die Stadt, die Kultur jetzt richtig kennen zu lernen.“

'Wir müssen uns anpassen'

Kultur, Offenheit, die er und seine Familie im Ausland gewinnen, das Leben im Allgemeinen (Sammer: „Alles im Leben ist Prozess und Entwicklung“) - das waren auch Themen bei der Vorstellung von Señor Alonso. Und natürlich die Sprache. Er wolle „so gut wie möglich“ Deutsch lernen, kündigte der 32-Jährige an: „Deutsch ist die Hauptsprache beim FC Bayern. Wir Spanier müssen uns da anpassen. Das ist wichtig.“

In erster Linie will Alonso in München aber Fußball spielen. Die zweiwöchige Länderspielpause kommt jetzt gerade recht für ihn. „Ich bin froh, dass wir jetzt 14 Tage haben, um uns aneinander zu gewöhnen und sportlich weiter in den Rhythmus zu kommen“, meinte Sammer, „die letzten Tage waren hektisch für ihn.“

Weitere Inhalte