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'Klasse' gegen Bremen

Bayern schwören sich auf Rom ein

Mit Laptop stand Pep Guardiola auf dem Trainingsplatz. Die Defensivspieler um Jérôme Boateng direkt daneben. Sie steckten die Köpfe zusammen. Das souveräne 6:0 (4:0) gegen Bremen war am Sonntag an der Säbener Straße kaum mehr Thema. Stattdessen schwor Bayerns Cheftrainer sein Team unter Ausschluss der Öffentlichkeit bereits auf kommenden Dienstag ein. Auf das wichtige Champions-League-Spiel beim AS Rom, dem aktuellen Tabellenzweiten der Serie A.

„Wir haben klasse gespielt, die Generalprobe für Rom ist geglückt“, resümierte Manuel Neuer, der gegen Werder Bremen nicht einen einzigen Torschuss parieren musste und nun seit beeindruckenden 748 Pflichtspielminuten ohne Gegentreffer ist. Bremen habe zu Beginn des Spiels „noch versucht, weiter vorne zu attackieren. Aber wir haben gut rausgespielt, waren sicher am Ball und haben dann unsere Tore erzielt.“

Und zwar in Person von Philipp Lahm (20./79. Minute), Xabi Alonso (27.), Thomas Müller (43./Foulelfmeter) und Mario Götze (45./86.). „Die Niederlage ist auch in der Höhe verdient“, fand Gäste-Trainer Robin Dutt. Guardiola lobte seine Mannschaft für die „gute Einstellung, das gute Positionsspiel und den guten Spielaufbau“. Man nehme die drei Punkte als Bundesliga-Tabellenführer gerne mit, zumal am kommenden Sonntag (17:30 Uhr) das Spitzenspiel beim Zweiten Borussia Mönchengladbach ansteht. Nun aber gelte die volle Konzentration dem AS Rom.

Spiel auf Messers Schneide?

Die Italiener gewannen ihre Generalprobe am Samstagabend souverän mit 3:0 gegen Chievo Verona (eigener Bericht). „Es wird schwer, dort zu gewinnen“, weiß Neuer, der erstmals in seiner Karriere im legendären Römer Olympiastadion auflaufen wird. Die Mannschaft müsse wie in den vergangenen Partien „eine starke Abwehrleistung“ zeigen. Müller erwartet ein Spiel, „das nicht sofort entschieden wird, sondern auf Messers Schneide steht.“

Ziel sei es, „mindestens einen Punkt“ mitzunehmen. Bei einem Sieg wäre der FCB mit neun Punkten aus drei Spielen „ganz klar die Nummer eins in der Gruppe“, betonte Müller. Kapitän Lahm, der gegen Bremen den ersten Bundesliga-Doppelpack seiner Karriere schnürte (eigener Bericht), erklärte: „Wir haben eine super Ausgangslage. Die wollen wir in Rom sicher nicht herschenken.“

Am Montagvormittag geht beim Abschlusstraining in München die Vorbereitung in die finale Phase, am frühen Nachmittag startet der Deutsche Meister dann per Lufthansa-Sondermaschine in Richtung Italien. Die Bayern sind sich bewusst, dass sie dort, anders als gegen Bremen, an die Leistungsgrenze gehen müssen. „Ich glaube, so ein Spiel ist genau das, was wir brauchen“, sagte Arjen Robben, „wir wollen Fortschritte machen.“

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