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Shaqiri trifft

Last-Minute-Treffer verhindert DFB-Sieg

Ein später Treffer von Jubilar John O’Shea in der letzten Minute der Nachspielzeit hat Weltmeister Deutschland um den verdienten Lohn und drei wichtige Punkte auf dem Weg zur Euro 2016 in Frankreich gebracht. Trotz drückender Überlegenheit kam die DFB-Auswahl im dritten EM-Qualifikationsspiel am Dienstagabend gegen Irland nicht über ein 1:1 (0:0)-Unentschieden hinaus und belegt mit vier Zählern den dritten Tabellenplatz hinter den punktgleichen Teams aus Polen und Irland (je 7).

Vor 51.204 Zuschauern in Gelsenkirchen war die deutsche Mannschaft von Beginn an die spielbestimmende Elf, ließ jedoch lange die zündenden Ideen und das Tempo vermissen, um aus ihrer Überlegenheit gegen die tief verteidigenden Iren Kapital zu schlagen. Mit einem platzierten Fernschuss brachte der ehemalige Münchner Toni Kroos (71. Minute) den Weltmeister scheinbar auf die Siegerstraße, doch in der Nachspielzeit sorgte O’Shea (90.+4) in seinem 100. Länderspiel für das überraschende Remis.

„Wir haben es über weite Strecken sehr, sehr gut gemacht. Am Ende ist es so ärgerlich, dass wir noch das Tor bekommen haben in der letzten Sekunde“, sagte Bayern-Profi Mario Götze, vor drei Monaten noch Siegtorschütze im WM-Finale, nach dem Schlusspfiff. Neben Götze standen mit Manuel Neuer, Jérôme Boateng und Thomas Müller drei weitere FCB-Profis in der Startformation des Weltranglisten-Ersten.

Ungeschlagener Spitzenreiter in der Gruppe D bleibt indes die Auswahl Polens um Kapitän Robert Lewandowski, die sich in Warschau mit einem 2:2 (1:1) gegen Schottland begnügen musste. Nach der frühen Führung durch Krzysztof Maczynski (12.) drehten Shaun Maloney (18.) und Steven Naismith (57.) die Partie zunächst zugunsten der Bravehearts. Doch in der Schlussphase gelang Arkadiusz Milik (76.) der vielumjubelte Ausgleich für die Gastgeber. Mit jeweils sieben Punkten führen Polen und Irland die Tabelle vor Deutschland und Schottland (je 4) an.

Den ersehnten ersten Sieg im dritten Spiel feierten Xherdan Shaqiri und die Schweiz in der Gruppe E. In San Marino gewannen die Eidgenossen klar mit 4:0 (3:0) und kletterten in der Tabelle auf Rang vier. Haris Seferovic (10./24.) und Blerim Dzemaili (30.) sorgten bereits in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse. Nach dem Seitenwechsel besorgte Shaqiri (79.) den Endstand.

Die erste Niederlage in der Gruppe I mussten hingegen Dänemark und Pierre-Emile Hojbjerg Hinnehmen. In Kopenhagen unterlag der Europameister von 1992 durch einen Last-Minute-Treffer von Cristiano Ronaldo (90.+5) in der Nachspielzeit mit 0:1 (0:0) und belegt nun gemeinsam mit den Iberern den zweiten Tabellenplatz. Hojbjerg kam über die volle Spielzeit zum Einsatz und war nach Aussage von Trainer Morten Olsen Dänemarks „Bester“.

Einen knappen 1:0 (1:0)-Erfolg feierte in der Nacht auf Mittwoch die Auswahl Perus mit ihrem Kapitän Claudio Pizarro im Freundschaftsspiel gegen Guatemala. Carlos Ascues sorgte in der 34. Minute für den Siegtreffer der Blanquirroja und damit für eine kleine Wiedergutmachung nach der klaren 0:3-Niederlage vor wenigen Tagen in Chile.

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