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'Alles okay!'

FCB nach Spitzenspiel 'nicht unzufrieden'

Rasse und Klasse, Tempo und Taktik, ein Pfostenschuss und tolle Paraden - das Spitzenspiel des FC Bayern bei Borussia Mönchengladbach am Sonntagabend hielt, was es auf dem Papier versprochen hatte. Nur Tore fielen nicht. „Dieses sehr intensive Spiel hat keinen Verlierer verdient. Es war ein 0:0 der besseren Sorte“, trat Karl-Heinz Rummenigge nach 90 spannenden Minuten „nicht unzufrieden“ die Heimreise an. „Wenn man gegen den Tabellenzweiten unentschieden spielt, ist alles okay.“

„Wir können mit dem Unentschieden leben“, fand auch Pep Guardiola. Der FCB-Chefcoach war an diesem Abend trotz des verpassten Sieges „sehr, sehr stolz“ auf seine Mannschaft. Denn gegen die konterstarken Borussen hielten sich die Bayern einmal mehr schadlos. Nur als die Beine in der zweiten Halbzeit schwerer wurden, habe sein Team „ein kleines bisschen die Ordnung verloren und mehr Konter zugelassen“.

Am Ende hielt der überragende Manuel Neuer aber die Null fest. „Er konnte sich auch mal wieder zeigen und auszeichnen“, schmunzelte Thomas Müller, „er hat uns gut im Spiel gehalten.“ Seit 659 Bundesliga-Minuten ist Neuer inzwischen ohne Gegentor, das ist der zweitbeste Wert seiner Karriere (Topwert 771 Minuten). „In letzter Zeit hatte ich vielleicht ein, zwei Bälle pro Spiel, bei denen ich da sein musste - heute musste ich ein bisschen mehr Präsenz zeigen“, meinte Neuer.

Weiter vier Punkte vorn

Zufrieden war der Welttorhüter an diesem Abend aber nicht. „Drei Punkte sind mir am wichtigsten - heute fahren wir leider nur mit einem Punkt nach Hause“, verhehlte der 28-Jährige nicht, dass er gerne gewonnen hätte. Aber: „Man sieht, wie schwer es ist, Gladbach zu schlagen.“ Das sagte auch Rummenigge: „Gladbach ist eine Mannschaft, die gut organisiert ist, sehr diszipliniert spielt und körperlich sehr dagegenhält.“

„Wir haben viel versucht. Aber es war nicht ganz so einfach. Der letzte Tick hat einfach gefehlt“, fasste Müller die an diesem Abend erfolglosen Offensivbemühungen der Bayern zusammen. „Es hat ein wenig im Abschluss gefehlt“, meinte Guardiola. Bei David Alabas Pfostentreffer (10.), einem abgefälschten Schuss von Robert Lewandowski (41.) und Claudio Pizarros Versuch aus kurzer Distanz (90.+4) fehlten trotzdem nur Zentimeter.

„Es war ein sehr enges Spiel. Wir haben den Ball irgendwie nicht über die Linie gebracht. Die Gladbacher hatten auch zwei, drei Kontersituationen. Dann kann man auswärts beim Zweiten auch mal mit einem Punkt leben“, meinte Müller. Zumal sich die Serie von Pflichtspielen in Folge ohne Niederlage auf 13 erhöhte und sich an der Tabellensituation in der Bundesliga nichts änderte. „Wir sind vier Punkte vorne“, lautete Lahms Fazit, „alles o.k.!“

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