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Doppelter Doppelpack

Robben und Lewandowski in Spiel- und Torlaune

Es lief bereits die 74. Minute in der Münchner Allianz Arena: Der FC Bayern führte gegen Hannover 96 durch die Treffer von Robert Lewandowski (6./38.) und Arjen Robben (13.) klar mit 3:0, als Robben auf der rechten Außenbahn einen Zweikampf gegen Hannovers Christian Pander verlor. Der Ball trudelte über die Seitenlinie, der Schiedsrichter-Assistent zeigte Einwurf für Hannover an. Eine Entscheidung, mit der sich Robben gar nicht anfreunden konnte. Lautstark protestierte der Niederländer und machte seinem Unmut Luft.

Eine typische Robben-Szene: Trotz des klaren Vorsprungs seines Teams gab sich der 30-Jährige noch lange nicht zufrieden. Er rannte, er trieb an, er kämpfte um jeden einzelnen Ball, als könne die bis dahin einseitige Partie noch kippen. Fünf Minuten später krönte Robben seine starke Leistung an diesem Tag mit seinem zweiten Treffer zum 4:0-Endstand. Zehn Torschüsse gab Robben in den 90 Minuten gegen Hannover ab - mehr als die gesamte Gastmannschaft (6).

Robben kurbelt Offensivspiel an

„Ich freue mich mehr über die Teamleistung als über meine eigene“, gab Robben hinterher auf seine bescheidene Art zu Protokoll. „Es war ein gutes Spiel von uns und für die Zuschauer. Wir haben richtig guten, schönen Fußball gespielt. Alle haben Spaß gehabt. Wir können glücklich sein über die letzten Spiele“, sagte Robben, der dem Offensivspiel des FC Bayern in den letzten Partien seinen Stempel aufdrückte. Beim Treffer zum 2:0 sammelte Robben seinen 100. Scorerpunkt im 110. Bundesligaspiel.

Dabei musste Robben nach dem Saisonstart gegen Wolfsburg (2:1) wegen kleinerer Blessuren rund vier Wochen pausieren, erst beim Champions-League-Auftakt gegen Manchester City (1:0) kehrte er wieder in den Spielbetrieb zurück und führte den FCB zu fünf Pflichtspielsiegen in Folge (12:0 Tore). In den vier Bundesligaspielen mit Robben gelangen dem Rekordmeister vier Siege und 12 Tore, dabei war Robben an fünf Toren beteiligt. In den drei Partien ohne den Niederländer stehen dagegen nur ein Sieg und zwei Remis sowie drei erzielte Treffer zu Buche.

Lob von höchster Stelle

„Er ist in einer unglaublichen Verfassung, das hat man schon bei der Weltmeisterschaft gesehen. Er scheint diese Verfassung extrem konserviert zu haben. Da war er schon nicht zu halten, von keinem Verteidiger der Welt, nicht einmal von Sergio Ramos, der als einer der besten Verteidiger bekannt ist. Er spielt super“, lobte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge den Musterprofi. Aber auch für einen anderen FCB-Profi hatte Rummenigge an diesem Tag ein Sonderlob parat: Robert Lewandowski, dem gegen Hannover sein erster Doppelpack im Bayern-Trikot gelang.

„Robert hat super gespielt. Nicht nur dass er die zwei Tore gemacht hat, sondern wie er sie gemacht hat - das war im Stile eines Weltklassestürmers“, freute sich der ehemalige Weltklassestürmer über den polnischen Nationalspieler, der an diesem Nachmittag vor allem mit Robben prächtig harmonierte. „Robert ist ein sehr guter Spieler. Er ist nicht nur ein Stürmer, der nur vorne drin steht und Tore macht. Er spielt auch super mit. Er ist ein super Fußballspieler. Es macht Spaß, mit ihm Fußball zu spielen“, meinte Robben.

Nach seiner leichten Ladehemmung zu Saisonbeginn kommt der 26 Jahre alte Angreifer immer besser in Schwung, mit nun sechs Torbeteiligungen (vier Tore/zwei Vorlagen) führt Lewandowski aber inzwischen die Bundesliga-Scorerliste vor Robben (5) an. „Jeder Spieler braucht Zeit, wenn er zu einem neuen Verein kommt. Es ist normal, dass er nicht vom ersten Spiel an so funktioniert wie in den letzten Jahren. Ich bin zufrieden“, sagte der Pole und freute sich bereits auf seinen ersten Wiesn-Besuch am Sonntag: „Ich bin neugierig, wie es dort aussieht. Ich denke, das wird ein guter Tag.“

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