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'Taktzahl erhöht'

Sieg gegen BVB 'ein schönes Gefühl'

Es war eine Erlösung. Matthias Sammer fiel Pep Guardiola um den Hals. Die Fans lagen sich in den Armen. Und die Spieler? Sie sprinteten zum Torschützen Arjen Robben, feierten, und steckten für einige Sekunden die Köpfe zusammen. „Jetzt müssen wir den Sieg zumachen, alle gemeinsam verteidigen. Es sind nur noch wenige Minuten bis zum Schlusspfiff.“ Die kurze Mannschaftsbesprechung, von der Robben später erzählte, fruchtete. Die Bayern ließen nichts mehr anbrennen und feierten am Ende einen „absolut verdienten“ (Philipp Lahm), aber hart erkämpften 2:1 (0:1)-Heimsieg gegen Borussia Dortmund.

„Wir haben sehr, sehr gut gespielt und immer an den Sieg geglaubt“, lobte Kapitän Lahm, „ich freue mich für die Mannschaft.“ Die 71.000 Zuschauer in der Allianz Arena sahen ein packendes, hochklassiges Spiel zwischen den großen Rivalen der vergangenen Jahre. Dortmund zeigte insbesondere in der ersten Halbzeit seine Klasse und bereitete dem Deutschen Meister mit seinem überfallartigen Umschaltspiel Probleme. Das 0:1 durch Marco Reus (31.) resultierte dann auch aus einem Konter.

Mit diesem knappen Rückstand ging es für die Bayern in die Kabine, weil das Team von Pep Guardiola in der Offensive zahlreiche Chancen liegenließ und insgesamt zu viele Zweikämpfe verlor. Nach der Pause erhöhte der FCB „die Taktzahl“, wie Manuel Neuer analysierte. „Das war der Grund für den Sieg.“ Thomas Müller erklärte: „Wir sind dran geblieben. Wir wollten einfach und wurden am Ende belohnt.“

Ribéry setzt Akzente

Erst erzielte Robert Lewandowski (72.) gegen seine ehemaligen Kollegen sein fünftes Ligator für den FC Bayern. Dann sorgte Robben per Elfmeter für die Entscheidung (eigener Bericht). Beide Treffer leitete Franck Ribéry ein. „Seine Einwechslung hat uns sehr geholfen“, merkte Guardiola an, „er sollte seine Stärken im Eins-gegen-eins zeigen und hat das super gemacht.“ Durch den siebten Saisonsieg im zehnten Spiel (3 Unentschieden) verteidigten die Bayern an der Tabellenspitze ihr Vier-Punkte-Polster.

Und der BVB? Der rutscht mit nur sieben Punkten immer weiter in den Tabellenkeller. „Nach einer guten ersten Hälfte und einer weniger guten zweiten haben wir dem Druck nicht mehr standgehalten“, sagte Trainer Jürgen Klopp. Dennoch: Dortmund zeigte, dass mit ihnen schon bald wieder zu rechnen sein dürfte. „Das bleibt eine super Mannschaft. Das ist auch in der Champions League eine Mannschaft, die sehr weit kommen kann“, erklärte Robben.

Müller sprach von einem „schönen Gefühl“, den BVB geschlagen zu haben. Immerhin war dies den Bayern in der heimischen Allianz Arena seit Februar 2010 nicht mehr gelungen. Dieser Bann ist nun endlich gebrochen. „Wir nehmen den Sieg gerne mit. Es sieht ganz gut aus im Moment. Wir hatten viele schnelle Kombinationen in unserem Spiel“, fand Müller. Euphorie brach bei den Bayern nach dem Schlusspfiff allerdings keine aus. Robben: „Es ist erst November, wir müssen nicht immer auf die Tabelle schauen.“

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