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'Besser geht's nicht'

Stolzer FC Bayern hat weiter 'Hunger auf Neues'

Auf Hochglanz poliert standen sie da, fein säuberlich nebeneinander auf dem Podium, die drei Trophäen der vergangenen Saison, und blitzten förmlich um die Wette. Anlässlich der diesjährigen Jahreshauptversammlung hatte der FC Bayern seine Vereinsvitrine geöffnet und den 2.421 anwesenden Mitgliedern im Münchner Audi Dome die Meisterschale, den DFB-Pokal und den FIFA-Klub-WM-Pokal präsentiert. Ergänzt wurde das Trio noch durch den Beko BBL Meisterpokal. Vier Trophäen, die für eine in allen Bereichen sportlich herausragende Spielzeit 2013/14 und für das wirtschaftlich erfolgreichste Geschäftsjahr der Vereinsgeschichte stehen.

„Wir haben sportlich ein gutes Jahr gehabt, aber auch wirtschaftlich“, zog Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge anlässlich der von Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen präsentierten Rekordzahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres (eigener Bericht) zufrieden Bilanz. Und auch die Nachricht, mit 251.315 Mitgliedern aktuell „der größte Sportverein der Welt“ zu sein, wie Vereinspräsident Karl Hopfner bekannt gab, verlieh dem Abend eine ganz besondere Note. „Das alles sind fantastische Erfolge gepaart mit spektakulärem Fußball, aber auch hohen Sympathiewerten bei den Fans - besser geht’s nicht“, schwärmte Rummenigge.

FCB ist auch Weltmeister

Er glaube nicht, betonte Rummenigge, dass „der Respekt vor dem FC Bayern jemals höher war als heute. Unser Verein gilt als Musterbeispiel, was Erfolg gepaart mit finanzieller Seriosität betrifft.“ Das habe er auf seinen vielen Auslandsreisen in den vergangenen Monaten immer wieder zu spüren bekommen. Einschließlich des europäischen Supercups, der inzwischen in der Vitrine von Real Madrid steht, hat der FCB im vergangenen Jahr „vier Titel gewonnen. Das Jahr davor waren es auch vier Titel. Acht Titel in zwei Jahren hat, glaube ich, noch niemand erlebt. Da kann man nur den Hut vor ziehen“, so Rummenigge.

„Nach all den Titeln kann man sagen: Praktisch wurde der FC Bayern auch noch Weltmeister“, erinnerte Rummenigge schmunzelnd an den WM-Triumph von Rio, wo sieben Münchner im DFB-Kader standen und FCB-Profi Mario Götze der entscheidende Treffer gelang. Insgesamt hatten die Münchner 14 Profis zur Endrunde nach Brasilien geschickt. Rummenigge: „Kein Verein hat mehr Spieler abgestellt als der FC Bayern.“

Allianz Arena komplett abbezahlt

Neben den sportlichen Erfolgen hob Rummenigge auch die wirtschaftlichen Zuwächse hervor. So konnte der FC Bayern im vergangenen Jahr im Bereich Sponsoring einen Zuwachs von 20 Prozent verzeichnen. Und auch im Merchandising sorgte der Rekordmeister für neue Bestmarken. „Wir haben 1,3 Millionen Trikots verkauft, so viele wie nie zuvor. Das sind mehr als alle anderen 17 Bundesligisten zusammen“, erklärte Rummenigge. Insgesamt verzeichnete der FCB in diesem Bereich ein Plus von 27 Prozent auf 105,2 Millionen Euro.

Eine „freudige Nachricht“ hatte Rummenigge dann in Sachen Allianz Arena auf Lager. Weniger als neuneinhalb Jahre nach der Eröffnung im Jahr 2005 ist das Stadion des FC Bayern „lastenfrei und vollständig abbezahlt. Das ist etwas, worauf der ganz Klub stolz sein kann“, betonte Rummenigge. Zudem kündigte er eine baldige Kapazitätserhöhung von 71.000 auf 75.000 Zuschauer für nationale Spiele sowie von 68.000 auf 70.000 für internationale Spiele an. Dies sei bereits „mit der Stadt abgestimmt. Ich bin optimistisch, dass wir zum Rückrundenstart die Kapazitätserhöhung genehmigt bekommen.“

Stehende Ovationen für Hoeneß

Stehende Ovationen seitens der Mitglieder gab es dann für den derzeit inhaftierten Uli Hoeneß. „Wenn die entsprechenden Justizstellen nun ihr Einverständnis geben, dann könnte Uli Hoeneß im neuen Jahr Freigänger werden und in unserer Nachwuchsabteilung eine Anstellung erhalten“, bestätigte Hopfner eine baldige Rückkehr seines Vorgängers als Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender zum FCB. „Hoffen wir, dass damit ein teilweises Ende für eine uns alle sehr schwer vorstellbare Zeit für ihn einhergeht.“

Abschließend äußerte sich Rummenigge zuversichtlich, auch im laufenden Geschäftsjahr an das vergangene anschließen zu können. Nach der WM „haben uns alle einen Holper- und Stolperstart vorausgesagt. Wir durften sie alle enttäuschen“, sagte Rummenigge und bezeichnete es als „grandiose Leistung“, was Trainer Pep Guardiola („Er ist ein Segen für den FC Bayern“) und die Mannschaft im bisherigen Saisonverlauf hingelegt haben. Und Dreesen ergänzte: „Der Stolz über das Erreichte lässt trotzdem genug Hunger auf Neues zu. Uns braucht um die Zukunft nicht bange zu sein.“

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