präsentiert von
Menü
'Gas geben!'

'Stolzer' FCB verlagert den Fokus

Das hat selbst der FC Bayern noch nicht geschafft! Mit vier Siegen aus vier Spielen ist der Champions-League-Sieger von 2013 im Eiltempo zum Gruppensieg gestürmt – und das in einer Hammergruppe mit Manchester City, dem AS Rom und ZSKA Moskau. Dementsprechend zufrieden waren die Bayern nach dem souveränen 2:0 (1:0)-Erfolg über den AS Rom, mit dem sie den siebten Achtelfinal-Einzug in Folge dingfest machten.

„Nach vier Spielen schon weiter – das habe ich nicht erwartet“, staunte Pep Guardiola, dessen Team sich als erste deutsche Mannschaft überhaupt zu diesem frühen Zeitpunkt als Gruppensieger für die nächste Runde qualifizieren konnte. „Das ist absolut top“, meinte auch Kapitän Philipp Lahm, „es ist nicht selbstverständlich, dass man durch so eine Gruppe einfach durchmarschiert.“ Und auch für Jérôme Boateng ist der vorzeitige Triumph „eine schöne Sache“.

Die noch fehlenden Punkte zum Gruppensieg mussten sich die Bayern hart verdienen. „Rom hat aus dem Hinspiel gelernt“, lobte Lahm die Italiener, „es war nicht einfach für uns, Chancen zu erarbeiten.“ In der ersten Hälfte setzte der FCB insgesamt sieben Torschüsse ab, mit dem letzten Versuch vor der Pause brach Franck Ribéry (38.) den Bann. „Das 1:0 war wichtig. Dadurch hat unser Spiel in der zweiten Halbzeit besser ausgesehen“, so Lahm.

'Sind noch nicht so weit weg'

„Das Tor von Franck war sehr wichtig für uns. Danach sind die Räume gekommen, wir hatten mehr Möglichkeiten“, meinte Götze, der im zweiten Abschnitt ebenfalls befreiter aufspielte und nach 64 Minuten quasi für die Vorentscheidung im Spiel sorgte - der Gruppensieg war eingetütet. „Wir können ein gewisses Maß an Stolz haben, das geschafft zu haben“, merkte Götze an, „mit zwölf Punkten im Rücken spielt es sich in den nächsten Spielen leichter.“

Bei den kommenden Aufgaben wird der FCB aber wohl ohne David Alaba auskommen müssen. Österreichs frischgebackener Sportler des Jahres 2014 humpelte nach 81 Minuten mit einer Innenbandverletzung vom Feld, am Donnerstag soll eine Diagnose Aufschluss über die Schwere geben. „Mit ihm verlieren wir einen super Typen, der überragend Fußball spielt. Er ist mit seiner Flexibilität sehr wichtig für unser Spiel“, bedauert Guardiola den Ausfall. „Ich hoffe, dass er nach Weihnachten wieder da ist.“

Bis es soweit ist, wollen die Bayern vor allem in der Bundesliga weiter für Furore sorgen. „Wir haben bis Anfang März kein Pokalspiel mehr, bis Ende Februar kein Champions-League-Spiel mehr“, rechnet Lahm vor. „In den nächsten Monaten steht die Liga an. Da sind wir zwar vorne, aber noch nicht so weit weg.“ „Da müssen wir jetzt Gas geben“, forderte Ribéry vor der nächsten Aufgabe am Samstag (15:30 Uhr) bei Eintracht Frankfurt. Auch Boateng bleibt hungrig: „Wir wollen vor der Länderspielpause nochmal gewinnen!“

Weitere Inhalte