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Endspurt für FCB II

'Sechs Punkte müssen her'

Zwei Spiele bestreitet die zweite Mannschaft des Rekordmeisters noch vor der Winterpause, jeweils zu Hause im Grünwalder Stadion. Am kommenden Donnerstag (27. November) wartet der Tabellensechste Schweinfurt, bereits diesen Freitag (19 Uhr) der Siebte TSV Buchbach. Keine leichten Aufgaben. Und so kommt es Cheftrainer Erik ten Hag gelegen, dass Kapitän Tobias Schweinsteiger seine langwierige Muskelverletzung (Sehneneinriss im hinteren linken Oberschenkel) auskuriert hat. Mit fcbayern.de sprach der 32-jährige Routinier unter anderem über seine schweren letzten Wochen, die Entwicklung der Mannschaft und die Saisonziele. Gegen Schweinfurt und Buchbach „müssen sechs Punkte her“, fordert Schweinsteiger.

Das Interview mit Tobias Schweinsteiger

fcbayern.de: Hallo Tobi, wie fühlst du dich nach deiner langen Verletzungspause?
Schweinsteiger: „Gut! Seit zehn Tagen trainiere ich wieder voll mit der Mannschaft. Ich freue mich, wieder beim Team zu sein.“

fcbayern.de: Du konntest in dieser Saison erst zehn Ligaspiele bestreiten. Wie schwer war es, so lange zuschauen zu müssen?
Schweinsteiger: „Es war natürlich eine harte und nervige Phase für mich. Erst durfte ich drei Wochen gar nichts machen und dann kamen fast vier Wochen Aufbautraining hinzu. Wie jeder Fußballer will ich spielen und brauche das tägliche Training. Es ist natürlich immer schade, wenn man der Mannschaft nicht aktiv helfen kann. Nun richte ich den Blick aber nach vorne.“

fcbayern.de: Auf was wird es gegen Buchbach und Schweinfurt ankommen?
Schweinsteiger: „Wir gehen die beiden Spiele Schritt für Schritt an. Dennoch ist klar: Sechs Punkte müssen her! Buchbach ist eine unangenehme Mannschaft, gegen die haben wir uns noch nie sonderlich leicht getan. Die sind schwer zu bespielen, weil sie kampf- und konterstark sind und immer mannschaftlich geschlossen auftreten. Es wird darauf ankommen, zu agieren und nicht zu reagieren. Wenn wir unseren Spielstil durchdrücken, bin ich sehr zuversichtlich, am Ende der 90 Minuten den Platz als Sieger zu verlassen.“

fcbayern.de: Ihr liegt neun Punkte hinter Spitzenreiter Würzburg zurück. Was ist in dieser Saison noch drin?
Schweinsteiger: „Wir müssen auf uns schauen! Wir haben uns vorgenommen, keine Punkte mehr liegen zu lassen. Alles andere haben wir nicht selbst in der Hand, aber die Saison ist noch lang und wir glauben an uns. Es ist noch nichts verloren. Das Ziel, Meister zu werden, haben wir vor Augen, solange es rechnerisch möglich ist.“

fcbayern.de: Es gab im Sommer einen großen Umbruch. Wie bewertest du die Entwicklung des Teams?
Schweinsteiger: „Zu Beginn der Saison waren wir nicht konstant genug. Das lag natürlich auch an der kurzen Vorbereitung. Aber mit zunehmender Zeit haben wir die Spielphilosophie und die taktischen Vorgaben unseres Trainers immer besser verinnerlicht. Das haben dann auch die Ergebnisse gezeigt. Mittlerweile ist etwas zusammengewachsen. Aber vor allem an der Chancenverwertung müssen wir noch arbeiten.“

fcbayern.de: Du bist Kapitän des FCB II. Was bedeutet dir das?
Schweinsteiger: „Es ist eine Ehre für mich. Natürlich ergreife ich ab und zu in der Kabine das Wort, wenn ich das Gefühl habe, dass etwas nicht richtig läuft. Aber ich habe auch ohne Binde immer versucht, vorneweg zu gehen und in jeder Trainingseinheit und in jedem Spiel alles zu geben.“

fcbayern.de: Die letzte Saison endete mit einer bitteren Niederlage kurz vor dem ersehnten Ziel Aufstieg in die Dritte Liga! Ist das mittlerweile abgehakt?
Schweinsteiger: „Ich war drei, vier Tage richtig fertig und enttäuscht und habe die Erinnerungen daran mit mir herumgetragen. Aber so ist der Fußball, man kann es nicht mehr rückgängig machen. Ich denke, dass es die Mannschaft nicht mehr groß beschäftigt, weil nur noch wenige Spieler aus der letzten Saison im jetzigen Kader stehen.“

fcbayern.de: Zum Abschluss noch eine persönliche Frage: Hast du vor dem Spiel ein ganz spezielles Ritual?
Schweinsteiger: „Früher habe ich immer versucht, beim Warmmachen keine Linien auf dem Platz zu berühren. Mittlerweile hat sich das aber gelegt.“ (lacht)

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