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15:3 Stimmen für FCB-Antrag

Fix! Bundesliga bekommt Torlinientechnologie

Mit einem deutlichen Votum hat die Deutsche Fußball-Liga (DFL) am Donnerstag die Einführung der Torlinientechnologie in der Bundesliga ab der kommenden Saison (2015/16) beschlossen. Bei der historischen Mitgliederversammlung in Frankfurt am Main votierten die 18 Bundesligisten mit 15:3 Stimmen für den Antrag des FC Bayern, der somit mehr als die notwendige Zweidrittelmehrheit (12 Stimmen) erhielt.

„Ich bin sehr froh, dass unser Antrag mit sehr, sehr klarer Mehrheit angenommen wurde“, sagte FCB-Präsident Karl Hopfner, „das Ganze wurde sehr professionell von der Geschäftsführung der DFL vorbereitet. Ich glaube, das hat ein Umdenken bewirkt. Damals bei der ersten Abstimmung war das mit den Kosten nicht so konkret.“

Vor neun Monaten (24. März) hatte sich die Liga noch gegen die Torlinientechnologie ausgesprochen. Damals stimmten 24 der 36 Profiklubs gegen die Satzungsänderung. Vor allem die Zweitligisten lehnten die Einführung aus Kostengründen ab. Die Bundesligisten waren unentschieden (9:9 Stimmen). Im Mai stellte der FC Bayern einen erneuten Antrag, diesmal jedoch mit der Einschränkung, dass die Technologie nur in der Bundesliga und nicht in der zweiten Liga zur Anwendung kommen soll.

Hawk-Eye für die Stadien

15 der 18 Bundesligisten unterstützten nun diesen Antrag, der im Anschluss an die Abstimmung satzungsgemäß auch das Votum der Zweitligaklubs erhielt. Ab der Saison 2015/16 wird nun das Hawk-Eye-System in allen Bundesliga-Stadien zum Einsatz kommen. Diesen Beschluss hatte die DFL bereits im Vorfeld der Abstimmung und nach einer Ausschreibung unter verschiedenen Anbietern gefasst.

Beim Hawk-Eye-System, das bereits in der englischen Premier League sowie seit Jahren im Tennis eingesetzt wird, registrieren sieben auf jedes Tor gerichtete Kameras die Position des Balles zentimetergenau. Einen Torerfolg meldet das System in nur einer Sekunde an den Schiedsrichter. Die Uhr am Handgelenk des Referees vibriert und blinkt, über das Headset ertönt ein Audio-Hinweis. Möglich ist es zudem, in den Stadien wie beim Tennis eine grafische Präsentation der Szene zu zeigen.

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