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Guardiolas Defensivformel

11 Verteidiger + Ballbesitz + Neuer = Bollwerk

England? 13 (Chelsea, Southampton)! Spanien? 7 (FC Barcelona)! Italien? 6 (Juventus)! Deutschland? 3! Der FC Bayern stellt im Moment die beste Defensive der vier großen Ligen Europas! Mit dem 2:0 gegen Freiburg am Dienstagabend überbot der deutsche Rekordmeister die bisherige Bundesliga-Bestmarke des VfB Stuttgart, der in der Saison 2003/04 vier Gegentore nach 16 Spieltagen kassiert hatte. Beim FC Bayern steht die Drei!

„Fantastisch“ - damit beschrieb Karl-Heinz Rummenigge die Defensivleistung der Mannschaft in der bisherigen Saison, nachdem sie sich am Dienstagabend gegen Freiburg zum 13. Mal in 16 Ligaspielen (Ligarekord!) eindrucksvoll schadlos gehalten hatte. Kein einziger Schuss kam auf das Tor von Manuel Neuer. „Das ist ein Verdienst der ganzen Mannschaft, auch vom vordersten Mann“, meinte Innenverteidiger Jérôme Boateng, „die ganze Mannschaft arbeitet nach vorne und nach hinten.“

Auch Pep Guardiola nennt die mannschaftliche Geschlossenheit als ersten Grund für das Bayern-Bollwerk. „Alle elf Spieler laufen nach hinten“, sagte der FCB-Chefcoach und fügte hinzu: „Auch wenn wir fünf Stürmer auf dem Platz haben, spielen wir mit elf Defensivspielern.“ Manuel Neuer meinte augenzwinkernd: „Auch die Offensivspieler arbeiten für die Defensive mit - und falls irgendwas anbrennt, haben wir noch Abwehrspieler.“

'Im Notfall gibt es noch Neuer'

Guardiola sieht aber noch einen anderen wichtigen Grund für die Defensivstärke: „Weil wir mehr Ballbesitz als der Gegner haben.“ Oder wie es Neuer auf einen einfachen Nenner brachte: „Wenn wir in Ballbesitz sind, ist es für den Gegner schwer, Tore zu erzielen.“ 82 Prozent Ballbesitz waren es gegen Freiburg - nur 18 Prozent blieben für den Gegner.

Und selbst wenn es der Gegner mal schafft, mit dem Ball vors Tor zu kommen, gibt es dort eine derzeit schier unüberwindbare Hürde: „Im Notfall gibt es ja noch Manuel Neuer“, verwies Rafinha auf den Welttorhüter, der in dieser Saison 91,2 Prozent der Schüsse auf sein Tor pariert hat - das ist mit Abstand der Ligatopwert!

„Wir haben nur drei Tore zugelassen. Aber wir hätten mehr kassieren können. Manuel Neuer hat einige verhindert“, würdigte auch Guardiola die Leistungen seiner Nummer eins, der nicht nur im Tor, sondern oft schon weit davor gegnerische Angriffe zunichtemacht. „Er ist da hinten wie ein Libero zu besten Zeiten von Franz Beckenbauer unterwegs“, sagte Rummenigge.

Am Freitag in Mainz sind Neuer und die gesamte FCB-Defensive zum letzten Mal vor dem Weihnachtsurlaub gefordert. Das Ziel hat Neuer klar formuliert: „Natürlich wollen wir gewinnen und auch versuchen, wieder zu null zu spielen.“

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