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Sebastian Rode im Interview

'Habe mit meinem Wechsel alles richtig gemacht'

Es war ein hart erkämpfter Sieg gegen Leverkusen - eingeleitet von: Sebastian Rode. Der 24-Jährige benötigte nach seiner Einwechslung zur Halbzeit keinerlei Eingewöhnungszeit. Es war Rode, der nach wenigen Minuten auf der rechten Seite den Ball eroberte, zu einem Solo ansetzte und die Ecke herausholte, die Franck Ribéry zum Siegtreffer nutzte. fcbayern.de sprach am Sonntag mit dem 24-Jährigen, der im Sommer aus Frankfurt nach München wechselte und bislang in neun von 14 BL-Spielen zum Einsatz kam.

Das Interview mit Sebastian Rode

fcbayern.de: Hallo Sebastian, wie fühlt sich der Sieg im Spitzenspiel am Tag danach an?
Rode: „Immer noch sehr, sehr gut. Zum Glück haben wir gewonnen, da geht man deutlich entspannter auf die Weihnachtsfeier.“ (lacht)

fcbayern.de: War Leverkusen der bislang stärkste Gegner in der Liga?
Rode: „Naja, auch Dortmund hat gegen uns stark gespielt. Aber wir wurden gestern auf alle Fälle richtig gefordert. Wir hatten ein paar Probleme, aber letztendlich zählt nur, dass wir wieder gewonnen haben. Leverkusen ist eine der Mannschaften, die uns die Meisterschaft noch streitig machen können. Deswegen war der Sieg unheimlich wichtig.“

fcbayern.de: In der ersten Halbzeit habt ihr euch kaum Chancen herausgespielt. Warum konntet ihr euer Spiel nicht aufziehen?
Rode: „Zum einen, weil Leverkusen sehr gut zugestellt und gepresst hat. Zum anderen, weil wir nicht ganz unsere gewohnte Leistung abgerufen haben.“

fcbayern.de: Mit deiner Einwechslung hat sich das Spiel verändert. User Chris hat uns bei Twitter gefragt, mit welchen Worten dich Pep Guardiola aufs Feld geschickt hat?
Rode: „Er hat nicht viel gesagt. Nur, dass ich auf Franck Ribérys Position im Mittelfeld spielen und wie immer Vollgas geben soll.“

fcbayern.de: Was ging dir bei deiner Einwechslung durch den Kopf?
Rode: „Ich habe mich gefreut und mir gedacht: Geil, jetzt hast du 45 Minuten Zeit dem Trainer und den Fans zu zeigen, was du drauf hast!“

fcbayern.de: Das hat ja bestens geklappt. Wie schaffst du es, nach Einwechslungen immer sofort Leistung zu bringen?
Rode: „Das ist eine gute Frage. Ganz ehrlich: Ich weiß es auch nicht so genau. Aus Frankfurt war ich es ja überhaupt nicht gewöhnt, eingewechselt zu werden. Da habe ich immer von Beginn an gespielt. Ich versuche, mir darüber nicht zu sehr den Kopf zu zerbrechen. Bislang klappt das sehr gut.“

fcbayern.de: Pep Guardiola hat dich nach dem Spiel erneut ausdrücklich gelobt. Wie denkst du darüber?
Rode: „Das hört man natürlich gerne. Die Wertschätzung vom Trainer war vom ersten Tag an da. Und dass ich jetzt immer mehr Einsatzzeiten bekomme, ist der beste Vertrauensbeweis.“

fcbayern.de: Du bist ein sehr bodenständiger Typ. Wie hast du dir das bewahrt?
Rode: „Ich bin einfach so! (lacht) Es gibt keinen Grund abzuheben, nur weil ich jetzt bei Bayern München spiele. So bin ich nicht und so werde ich auch nie sein.“

fcbayern.de: Du bist nun seit Sommer beim FC Bayern. Wie fällt dein Zwischenfazit aus?
Rode: „Sehr positiv. Ich weiß, dass ich mit dem Wechsel zum FC Bayern alles richtig gemacht habe. Ich habe schon jetzt unglaublich viel von meinen Mitspielern und dem Trainer gelernt. Aber ich will mehr. Ich hoffe, in Zukunft noch mehr zu spielen und irgendwann Stammspieler zu werden.“

fcbayern.de: Haben sich deine Erwartungen an die Dimension dieses Klubs erfüllt?
Rode: „Ich hatte schon viel Respekt, als ich hier am ersten Tag ankam. Aber ich habe mich schnell wohl gefühlt. Bayern ist schon eine ganz andere Hausnummer als die Eintracht. Im Sommer kamen teilweise 3.000 Fans zum Training. Unglaublich.“

fcbayern.de: Nun steht das letzte CL-Gruppenspiel gegen Moskau an. Es geht für euch eigentlich um nichts mehr...
Rode: „Trotzdem wollen wir gewinnen! Es kommen wieder rund 70.000 Zuschauer. Und den wollen wir was zeigen. Sollte ich spielen dürfen, werde ich Vollgas geben. Das kann ich versprechen.“

fcbayern.de: Danach wartet der Bundesliga-Dritte, der FC Augsburg. Überrascht dich die Entwicklung des FCA?
Rode: „Augsburg macht einen hervorragenden Job. Sie sind schlecht in die Saison gestartet, aber haben sich nicht aus der Ruhe bringen lassen. Man sieht, was man mit konstant guter Arbeit erreichen kann. Sie stehen nicht unverdient auf Platz drei.“

fcbayern.de: Zum Abschluss noch einige User-Fragen aus unseren Social-Media-Plattformen. Carina würde gerne wissen, ob Franck Ribéry dir schon mal einen Streich gespielt hat?
Rode: „Ja, hat er. Aber auf welche Art und Weise, kann ich nicht verraten. Das lassen wir mal lieber. (lacht)

fcbayern.de: Anja fragt, wann sich Joachim Löw denn endlich bei dir meldet?
Rode: „Ich hoffe natürlich bald. Aber ich mache mir keinen Druck. Mein Fokus liegt voll auf Bayern. Wenn ich hier Erfolg habe und gute Leistungen zeige, wird man sehen, was dabei herauskommt.“

fcbayern.de: Und zu guter Letzt möchte Frank wissen, ob du schon Schafkopfen kannst?
Rode: „Leider nicht! Thomas Müller, Manuel Neuer, Claudio Pizarro und Philipp Lahm spielen auf jedem Flug und jeder Busfahrt. Die spielen nur leider so schnell, dass es für mich schwierig ist zu folgen. Aber Thomas hat mir schon angeboten, dass er es mir mal erklären würde.“ (lacht)

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