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'Gratulation!'

Ein Sieg mit vielen frohen Botschaften

Wer hätte das gedacht? So viele strahlende Gesichter! Nach einem Spiel, in dem es sportlich für den FC Bayern um nichts mehr ging! Das 3:0 (1:0) gegen ZSKA Moskau zum Abschluss der Champions-League-Gruppenphase war an einem kalten Dezemberabend tatsächlich ein Spiel, das den Bayern gleich mehrere frohe Botschaften bescherte.

Und so saß Pep Guardiola anschließend in der Pressekonferenz und verteilte Komplimente. „Alle haben es gut gemacht. Gratulation!“, sagte der FCB-Chefcoach. Es sei ein Sieg „mit großer Seriosität“ gewesen. Überhaupt war Guardiola „sehr stolz“ auf die gesamte Leistung in der Gruppenphase: „Wir haben es überragend gemacht. Wir waren in jedem Spiel besser als der Gegner.“

15 Punkte und 16:4 Tore bedeuten eines der besten Gruppenergebnisse in der FCB-Geschichte. Nur ein Tor fehlte, um einen Klub-Rekord aufzustellen. Mehr Punkte hatte ein deutsches Team noch nie. Und das in einer Gruppe, die nach der Auslosung unisono als „richtige Herausforderung“ (Matthias Sammer) bezeichnet worden war. „Das war eine schwere Gruppe, aber wir haben das gut gemacht. Kompliment an die Mannschaft“, sagte Arjen Robben. „Wir haben unser Ziel erreicht, aber die ganz großen Spiele kommen im neuen Jahr“, meinte Bastian Schweinsteiger.

'Man of the Match' Schweinsteiger

Arsenal, Juventus, Paris, Basel oder Donezk heißt der Gegner des FCB im Achtelfinale. Die Auslosung findet am Montag statt. „Der dickste Brocken ist Paris“, meinte Manuel Neuer. „Ich glaube, dass auch keiner so gerne gegen uns spielt“, sagte Schweinsteiger, der einer der Spieler war, die am Mittwochabend besonders gut gelaunt die Heimreise antraten. „Das hat Spaß gemacht. Ich glaube, hier in der Allianz habe ich zum letzten Mal vor sieben Monaten von Beginn an gespielt“, sagte er nach seinen ersten 90 Minuten in dieser Saison. Mit 156 Ballkontakten wurde er zum Man of the Match gewählt.

„Er hat eine unglaubliche Präsenz auf dem Platz“, meinte Sebastian Rode, der nach Vorlage von Schweinsteiger das zwischenzeitliche 2:0 (84.) erzielte. Es war der erste Champions-League-Treffer seiner Karriere. „Es fühlt sich sehr gut an. Der Dank gilt Basti, ich musste ihn nur noch einnicken“, sagte der 24-Jährige.

Ebenfalls sehr zufrieden konnte Thomas Müller sein. Der Weltmeister avancierte mit dem 1:0 (18./Foulelfmeter) zum erfolgreichsten FCB-Schützen in der Königsklassen-Geschichte. „Das ist eine schöne Sache für mich“, meinte der Rekordtorjäger (24 CL-Treffer), „für mich war das ein Arbeitsauftrag. Ich versuche, noch ein paar draufzulegen. Ich habe ja noch ein paar Jahre vor mir.“

Rotation geglückt

Die Zukunft vor sich haben auch noch Gianluca Gaudino und Mitchell Weiser, die gegen Moskau ihr Champions-League-Debüt feierten. Auch Pierre-Emile Hojbjerg konnte mal wieder wichtige Einsatzminuten sammeln. Dass die Mannschaft gegen Moskau trotz Rotation so dominant auftrat (73 Prozent Ballbesitz, 26:7 Schüsse, 21:7 Flanken), sei ein Beleg dafür, „dass auch die Spieler, die weniger zu Einsatzzeiten gekommen sind, super funktionieren, auch auf Champions-League-Niveau“, stellte Schweinsteiger fest.

Jetzt steht aber bis zur Winterpause nur noch Bundesliga auf dem Programm. Am Samstag beim Tabellendritten in Augsburg werde die Aufgabe schwieriger als gegen Moskau, meinte Robben: „Weil die Augsburger einen positiven Flow und eine gute Mannschaft haben.“ Mario Götze, Torschütze zum 3:0 (90.) gegen ZSKA, erwartet „ein heißes Spiel“. Doch ihm ist nicht bange. „Wir sind gewappnet.“

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