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'Einbahnstraßen-Fußball'

FCB freut sich über perfekten Heim-Abschluss

Es ist wahrlich eine beeindruckende Bilanz, die Pep Guardiola nach seinen ersten 50 Bundesligaspielen mit dem FC Bayern aufzuweisen hat: 42 Siege, sechs Unentschieden und nur zwei Niederlagen bei einem Torverhältnis von 133:26. Im Schnitt 2,64 Punkte pro Spiel sind in 52 Jahren Bundesliga eine bisher unerreichte Ausbeute. Kein Wunder, dass nicht nur Guardiola, sondern auch Spieler, Verantwortliche und vor allem die Fans des FC Bayern nach dem ungefährdeten 2:0 (1:0)-Erfolg im letzten Heimspiel des Jahres gegen den SC Freiburg hochzufrieden die Allianz Arena verließen.

„Wir haben heute total verdient gewonnen. Das war ja fast Einbahnstraßen-Fußball, der da über 90 Minuten abgelaufen ist“, erklärte Karl-Heinz Rummenigge zu später Stunde in der Mixed-Zone der Arena. „Ich schaue unserer Mannschaft gerne zu. Sie spielt schönen, erfolgreichen und attraktiven Fußball. Es gibt nichts Schöneres für uns“, ergänzte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern und stellte zufrieden fest: „Man spielt eigentlich fast noch besser als im letzten Jahr - und das war schon extrem erfolgreich.“

Freiburger Riegel geknackt

Erfolgreich gestaltete sich auch der neunte Heimsieg der Saison gegen einen in allen Belangen unterlegenen Sportclub aus Freiburg. Über 80 Prozent Ballbesitz und 31:2 Torschüsse dokumentierten die Überlegenheit der Münchner, für die Arjen Robben (41. Minute) kurz vor und Thomas Müller (48.) kurz nach der Halbzeitpause die beiden Treffer erzielten. „Wir haben es gut gemacht, aggressiv nach vorne gespielt, die Chancen gesucht und bekommen. Zwei Tore sind okay, es hätten aber noch zwei mehr sein können“, meinte Robben hinterher.

„Wir sind heute sehr zufrieden, dass wir die drei Punkte haben“, freute sich auch Sportvorstand Matthias Sammer über den neunten Heimsieg im neunten Spiel. Gegen den „Freiburger Riegel“, wie Sammer die defensive Ausrichtung der Breisgauer nannte, habe der FCB eine „absolut seriöse und konzentrierte Leistung“ gezeigt. „Es ist nie ganz einfach, wenn so viel Mann im Strafraum sind. Freiburg hat die Taktik so angelegt, dass wir sehr viel Ballbesitz haben. 5-4-1 - da gehst du nicht vorne drauf, da wartest du hinten“, analysierte Müller. „Aber wir haben schon gut gespielt und gehen zufrieden nach Hause.“

Trio angeschlagen

Das taten auch die 71.000 Fans in der ausverkauften Allianz Arena. Sie feierten den seit 20 Ligaspielen unbesiegten FCB und verabschiedeten die Spieler mit stehenden Ovationen und Sprechchören ins nächste Jahr. „Danke! Ihr seid großartig!“ revanchierten sich die Bayern-Profis mit einem großen Transparent bei ihren Anhängern. Abgerundet wurde die vorweihnachtliche Stimmung durch Gratis-Glühwein und einer festlich inszenierten Lasershow nach dem Schlusspfiff.

Einziger Wehrmutstropfen dieses ansonsten rundum gelungenen Jahresabschlusses: Mit Medhi Benatia, Xabi Alonso und Robert Lewandowski mussten gleich drei Akteure die Partie angeschlagen vorzeitig beenden. Benatia zog sich eine Leistenverletzung zu und wird im letzten Spiel vor der Winterpause am Freitagabend beim 1. FSV Mainz 05 sicher fehlen. Alonso und Lewandowski (jeweils Spunggelenksprellung) könnten hingegen bis zur Partie bei den Rheinhessen wieder einsatzfähig sein.

Aber auch ohne dieses Trio ist der Auftrag für die letzte Dienstreise des Jahres klar. Rummenigge: „Wir haben noch ein Spiel in Mainz. Das wollen wir noch versuchen, positiv zu gestalten. Wir wollen den Lauf aufrechterhalten. Dann können wir uns so langsam auf das Weihnachtsfest vorbereiten.“

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