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'Akkus aufladen'

'Überglücklich' in die Winterpause

Sie warteten noch auf Arjen Robben. Ein letzter Sprint durch den Stadioninnenraum, rein in die Kabine, Tür zu, Sektgläser raus. Dann wurde angestoßen - auf ein erneut außergewöhnliches Jahr des FC Bayern, das die Mannschaft am Freitagabend mit dem 2:1-Last-Minute-Sieg in Mainz krönte. „Wir haben jetzt 45 Punkte. Das ist eine unglaubliche Zahl“, lobte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, als sich zehn Minuten später die Kabinentür wieder öffnete. Matthias Sammer ergänzte: „Wir sind überglücklich.“

Mit dem letzten Aufgebot waren die Bayern zum letzten Spiel des Jahres nach Mainz gereist. Philipp Lahm, Xabi Alonso, Robert Lewandowski, Medhi Benatia, Sebastian Rode, David Alaba, Thiago, Javi Martínez, Holger Badstuber, Tom Starke. Beinahe ein ganzes Team fehlte verletzungsbedingt! „Du merkst: Die Mannschaft läuft auf der Felge“, analysierte Rummenigge, „wir brauchen jetzt diese Winterpause, um die Akkus wieder aufzuladen und zu regenerieren.“

Mainz, das ebenfalls ersatzgeschwächt antrat, verlangte den Bayern - unterstützt von einem tollen Publikum - noch einmal alles ab. „Sie haben grandios gespielt, waren taktisch hervorragend eingestellt“, sagte Sammer. Und so hatten Manuel Neuer und Co. einige brenzlige Momente zu überstehen. Gut, dass Bastian Schweinsteiger (24.) das 1:0 des FSV durch Elkin Soto (21.) mit einem genialen Treffer umgehend konterte.

'Nicht unser bestes Spiel'

„Ich habe seit der WM ehrlich gesagt keine Freistöße mehr trainiert“, verriet der Kapitän, „Franck war ein Gentleman, hat mir den Freistoß überlassen und zu mir gesagt: Mach ein Tor!“ Danach entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. „Vielleicht wäre ein Unentschieden verdienter gewesen“, gab Rummenigge zu. Robben aber hatte etwas dagegen. Sein 2:1 in der 90. Minute bedeutete den K.o. für tapfere Mainzer.

„Es war sicherlich nicht unser bestes Spiel, aber wir haben gekämpft bis zum Ende“, sagte der Siegtorschütze, der nun zehn BL-Treffer auf seinem  Konto hat. Teamkollege Thomas Müller fand: „Schöner kann man eigentlich nicht gewinnen. Das Quäntchen Glück muss man auch mal haben.“ Und Sammer merkte an, dass man mit dem Punkt auch hätte leben können, „so aber ist es natürlich noch schöner.“

Mit einem guten Gefühl und glänzenden Aussichten für die Rückrunde verabschiedeten sich die Bayern damit in den wohlverdienten Urlaub. „Natürlich ist so ein letztes Spiel immer etwas Besonderes. Alle wissen: Danach ist es erstmal vorbei“, so Robben, der nun mit seiner Familie „die Zeit genießen“ will. Müller sagte: „Jetzt müssen wir alle mal abschalten. Frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr!“

Für fcbayern.de in Mainz: Nikolai Kube

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