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'Ein Riesenkompliment'

Sportler des Jahres! Robben 'richtig stolz'

An diesem Abend konnte selbst die Dopingkontrolle Arjen Robben die Laune nicht verderben. Er strahlte, als er am späten Dienstagabend aus dem Kabinentrakt der Allianz Arena kam - in seiner Hand eine Bronzefigur. „Ich freue mich riesig! Es ist etwas ganz Besonderes. Ich bin richtig stolz darauf“, sagte der 30-Jährige, der gerade als Hollands Sportler des Jahres 2014 (Sportman van het jaar) ausgezeichnet worden war. „Es ist ein Riesenkompliment und eine schöne Anerkennung, dass man nach so einem Jahr so eine schöne Trophäe in der Hand hat.“

In der Tat nimmt diese Auszeichnung einen besonderen Platz in Robbens Trophäensammlung ein. „In Holland gibt es so viele Topsportler, die in diesem Jahr viele Goldmedaillen bei den Olympischen Winterspielen gewonnen haben“, meinte der FCB-Turbodribbler. Als erster Fußball-Profi seit 27 Jahren und überhaupt erst vierter Fußballer - Ruud Gullit (1987), Johan Cruijff (1973, 1974), Abe Lenstra (1951, 1952) - war er in der seit 1951 durchgeführten Wahl auf dem ersten Platz gelandet. In den vergangenen drei Jahren gewann der Turner Epke Zonderland, ansonsten waren vor allem Eisschnellläufer (17) und Radsportler (16) die Titelträger.

Mit Topleistungen beim FC Bayern und für die niederländische Nationalmannschaft hat sich Robben in diesem Jahr die Auszeichnung mehr als verdient. Bei der Weltmeisterschaft in Brasilien führte er die Elftal auf Platz drei und gewann den Bronzenen Ball als Drittplatzierter bei der Wahl zum Besten Spieler des Turniers. Auch bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres wurde Robben Dritter und zählte zur 23-köpfigen Shortlist bei der Weltfußballer-Wahl. Mit dem FC Bayern gewann er das Double, die Fans wählten ihn im Sommer zum Spieler der Saison 2013/14.

100. Tor für Bayern

„Es war ein super Jahr“, resümierte Robben, der besonders „stolz“ ist, „wie wir jetzt die Hinrunde gespielt haben. Ein Riesenkompliment an die Mannschaft! Wir haben eine super Hinrunde gespielt!“ Robben war dabei einer der maßgeblichen Spieler. Am Dienstagabend, noch vor seiner Ehrung, war er auch beim 2:0 gegen Freiburg wieder einer der Dampfmacher und Torschützen auf dem Platz. In der 41. Spielminute erzielte er das wichtige 1:0 - sein elfter Pflichtspieltreffer in dieser Saison (FCB-Topwert zusammen mit Müller und Götze!), sein 100. Tor im FCB-Trikot insgesamt (in 184 Pflichtspielen)!

„Das war eigentlich nicht mein Tor. Es war ein guter Angriff, ein super Pass von hinten, Franck hat mit den Ball gut aufgelegt und ich musste ihn nur noch reinmachen“, bedankte sich Robben bei seinen Kollegen, die ihm den Kopfballtreffer mustergültig vorbereiteten. In der Rückrunde will er an seine Leistung aus diesem Jahr anknüpfen. „Ich will immer weitermachen. Das ist auch bei der Mannschaft so. Wir sind uns bewusst, dass wir nichts geschenkt kriegen. Wir müssen uns alles selbst erarbeiten.“

Auch wieder am Freitag beim letzten Spiel vor der Winterpause in Mainz. Doch daran mochte der frisch gekürte Holländer am Dienstag kurz vor Mitternacht noch nicht denken. „Es ist ein schöner Abend: drei Punkte, ein Tor, das hundertste für Bayern, Sportler des Jahres! Ich glaube, ich schlafe heute nicht“, sagte Robben - und strahlte.

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