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Zwischenfazit zur Winterpause

Erik ten Hag: 'Sieben Punkte sind aufzuholen'

Arminia Bielefeld. Dynamo Dresden. Energie Cottbus. Allesamt Traditionsvereine. Dazu die SpVgg Unterhaching oder Borussia Dortmund II. Diese Dritte Liga ist hochattraktiv, keine Frage. Das weiß auch Erik ten Hag, der Trainer des FC Bayern II. Und auch wenn sein Team nur auf Platz drei der Regionalliga Bayern überwintern wird - die Hoffnung auf den ersehnten Aufstieg lebt! „Es ist noch nichts entschieden. Ich bin nicht der Typ, der aufgibt“, erklärte der Holländer, als er mit FCB.tv am Dienstagnachmittag zum Start der rund dreimonatigen Winterpause ein Zwischenfazit zog.

22 von 38 Ligaspielen haben die kleinen Bayern bestritten. Die Bilanz von 13 Siegen, fünf Unentschieden und vier Niederlagen liest sich auf den ersten Blick eher durchwachsen. Aber: Tabellenführer Kickers Würzburg ist noch in Sichtweite. „Sieben Punkte sind viel, aber es ist aufzuholen“, ist ten Hag überzeugt, „wir werden nochmal alles aus uns herausholen. Und dann werden wir sehen, was am Ende dabei herausspringt.“

Saisonstart 'alles andere als optimal'

Der FCB II kam im Sommer nur schwer in die Gänge. Zum einen, weil der Stachel der dramatisch verlorenen Relegation gegen Fortuna Köln noch tief saß. Zum anderen, weil der Kader runderneuert wurde und ten Hag nur wenige Wochen blieben, um die Mannschaft auf die neue Saison vorzubereiten. „Uns hat die Zeit gefehlt. Es sind im ersten Ligaspiel gegen Würzburg im Vergleich zum Relegationsspiel neun neue Spieler aufgelaufen“, blickte ten Hag zurück.

Nur magere neun Punkte aus den ersten acht Partien waren die Konsequenz. „Alles andere als ein optimaler Anfang“, so ten Hag, „wir hatten viele Probleme und haben viel verschenkt.“ Ein umkämpfter 2:1-Heimsieg gegen Illertissen sorgte dann für die Wende zum Besseren. In den kommenden 14 Spielen bis zur Winterpause feierte der FC Bayern II elf Siege. Nur das Spitzenspiel gegen Würzburg ging verloren. „Das waren super Monate. Viele Spieler haben eine gute Entwicklung genommen“, berichtete ten Hag.

Zum Beispiel Gerrit Wegkamp - mit zwölf Saisontoren erfolgreichster Angreifer der FCB-Reserve. Das 21 Jahre alte Talent war aus Düsseldorf an die Isar gewechselt und spielte dann nach einer kurzen Eingewöhnungsphase „eine wunderbare Hinrunde“, lobte ten Hag. Insgesamt aber fehle es dem Team in der Offensive noch an Durchschlagskraft. „Unsere Chancenverwertung muss besser werden.“ 38 Tore seien „einfach zu wenig“.

Und: Defensiv müsse seine junge Mannschaft ebenfalls noch zulegen. 22 Gegentore waren es bislang, Spitzenreiter Würzburg beispielsweise kommt auf nur zehn. „Gegen den Ball fehlt oft die letzte Konsequenz“, so der Fußballlehrer, „das haben noch nicht alle Spieler verinnerlicht.“ Gut, dass im neuen Jahr eine wichtige Stütze zurückkehren wird. Rico Strieder steht vor dem Comeback!

„Er hat uns richtig gefehlt“, berichtete ten Hag, der den Langzeitverletzten als „Katalysator der Mannschaft“ bezeichnete. „Er ist ein stiller Typ, aber unglaublich wichtig. Und er hat schon viel Erfahrung in der Regionalliga.“ Neuverpflichtungen wird es voraussichtlich keine geben. Ganz ausschließen will ten Hag dies aber noch nicht. Die Transferperiode endet schließlich erst Ende Januar.

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