präsentiert von
Menü
'Ein toller Abend'

Bayern-Dominanz bei Weltfußballer-Wahl

Es war der Schlussakt des Ballon d’Or 2014: Die Krönung von Cristiano Ronaldo zum Weltfußballer. Auf dem Zettel, den Thierry Henry um kurz nach 20 Uhr aus dem Umschlag hervorkramte, stand nur ein Name. Erst später veröffentlichte die FIFA die genauen Abstimmungsergebnisse. Und die hatten es aus Sicht des FC Bayern in sich! Hinter dem Zweitplatzierten Lionel Messi und dem Dritten Manuel Neuer reihten sich Arjen Robben, Thomas Müller und Philipp Lahm ein. Heißt: Vier Spieler des FC Bayern wurden unter die Top 6 der Welt gewählt. Wow!

„Das war ein toller Abend für den FC Bayern“, sagte Kapitän Philipp Lahm gegenüber FCB.tv, das live von der FIFA-Gala aus Zürich berichtet hatte. „Wir können alle zufrieden sein. Es standen einige neben mir, mit denen ich diese Saison gespielt habe. Es zeigt, wie stark wir waren.“ Neuer ergänzte: „Das war ein gelungener Abend für uns Bayern und den deutschen Fußball.“

Der 28-Jährige fühlte sich - trotz Platz drei - ganz und gar nicht als Verlierer. „Für mich ist es ein voller Erfolg“, verkündete Bayerns Nummer eins, als er die FIFA-Gala verließ. Titelverteidiger Ronaldo hatte die Wahl schließlich auch für den Weltmeister-Torwart nicht ganz unerwartet gewonnen. „Ich habe ein fantastisches Jahr 2014 erlebt“, resümierte Neuer. FCB-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge war „wahnsinnig stolz. Toll, dass nach Franck Ribéry zum zweiten Mal in Folge ein Spieler von Bayern München unter den besten Drei der Welt ist.“

'Hatte keine Rede vorbereitet'

Die Zeremonie im Kongresshaus von Zürich, bei der Joachim Löw als Welttrainer, Nadine Keßler vom VfL Wolfsburg als Weltfußballerin und ihr Coach Ralf Kellermann als Welttrainer im Frauenfußball Siege feierten und Neuer gemeinsam mit Lahm und Robben zudem noch in die FIFA-Weltelf gewählt wurde, habe er „ganz entspannt“ verfolgt. „Ich hatte keine Rede vorbereitet“, berichtete Neuer und fügte grinsend hinzu: „Ich hätte gar nicht gewusst, was ich sagen soll, wenn ich da oben bin.“

Auch wenn Neuer der ganz große Triumph verwehrt geblieben ist - er hat den Fließbandtorschützen und großen Individualisten Ronaldo und Lionel Messi trotzdem etwas voraus - er ist Weltmeister. Der 28-Jährige war 2014 in Brasilien ein entscheidender Bestandteil einer perfekt harmonierenden deutschen Mannschaft, wie auch Bundestrainer Löw noch einmal besonders hervorhob: „Bei uns gab es nicht diesen einen einzigen Superstar, der herausgeragt hat wie bei Portugal oder bei Brasilien oder auch bei Argentinien.“

Neuer durfte den kurzen Abstecher aus dem Trainingslager des FC Bayern in Katar als gelungene persönliche Abrundung des WM- und Double-Jahres verbuchen. Den Blick richtete er noch vor dem rund sechsstündigen Rückflug nach Doha am Dienstagmorgen entschlossen nach vorne. „Wir sind überall in der Spur mit Bayern. Wir versuchen, alle drei Titel zu gewinnen“, kündigte er für 2015 an. Dann wäre der deutsche Rekordmeister beim nächsten Ballon d’Or sicherlich erneut eine große Nummer.

Weitere Inhalte