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Vor Rückrundenauftakt

Müller und Boateng haben 'gutes Gefühl'

Ein kleiner Mann begrüßte die Spieler, als sie am späten Mittwochnachmittag den Trainingsplatz betraten. Bekleidet mit Bayern-Schal, Hut und cooler Sonnenbrille. Die Nase: etwas zu groß geraten. Die Arme: Lang, aber extrem dünn. Die Beine: Kurz, aber immerhin kräftig. Ein Neuzugang für Pep Guardiola? So kurz vor dem Rückrundenauftakt gegen den VfL Wolfsburg (Freitag, 20:30 Uhr)? Nein, der aktuelle Kader ist natürlich stark genug - es handelte sich nur um einen Schneemann, ein Überbleibsel des neuerlichen Wintereinbruchs.

Die Spieler staunten nicht schlecht, ließen das kleine Kunstwerk dann aber rasch links liegen. Volle Konzentration aufs Training, das vorletzte vor dem ersten Pflichtspiel in diesem Jahr. „Schön, dass es wieder losgeht“, sagte Thomas Müller am Mittwoch, „ich habe ein gutes Gefühl, wenn ich sehe, in welcher Verfassung die einzelnen Spieler so sind. Und als Team haben wir uns sicher nicht verschlechtert, wir konnten drei Wochen zusammen trainieren.“

Nun also geht es um den Feinschliff. Wer darf im Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten von Beginn an ran? Guardiola stehen fast alle Spieler zur Verfügung, nur die Langzeitverletzten Philipp Lahm, Javi Martínez und Thiago fehlen. „Wir sind optimistisch. Es gibt nichts, was dagegen spricht, dass wir eine gute Leistung zeigen“, glaubt Müller. Teamkollegen Jérôme Boateng meinte: „Jeder arbeitet konzentriert, trotzdem weiß man nie, was im ersten Spiel passiert.“

Boateng warnt vor de Bruyne

Wolfsburg habe nämlich eine „sehr gute Mannschaft. Sie stehen zu Recht da oben. Sie sind sehr aggressiv, spielen gut nach vorne und sind sehr gefährlich“, so Boateng, der vor allem vor Kevin de Bruyne warnte, „ein überragender Offensivmann“. Die Mannschaft dürfe sich keine Nachlässigkeiten erlauben. „Wir müssen auf den Punkt da sein und einen guten Start hinlegen.“

Ein Sieg beim VfL würde die Lage an der Tabellenspitze noch komfortabler gestalten. Statt elf wären es dann 14 Punkte Vorsprung. „Ein gutes Polster, das nicht zu verachten ist“, sagte Müller, „aber es bedeutet rechnerisch nicht die Meisterschaft.“ Zunächst muss aber gespielt werden, die Vorfreude bei den Bayern ist riesig. Endlich wieder Bundesliga!

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