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'Kurz, aber intensiv'

Vollgas auf dem Platz, Benatia pausiert

Dienstag, Tag fünf im Volkswagen Camp Qatar. Am Vormittag bat Pep Guardiola zu einer ausnahmsweise mal lockeren Einheit. Ein Anschwitzen für das erste Testspiel der Vorbereitung am Abend gegen eine Auswahl der Qatar Stars League. Das alles beherrschende Thema war jedoch das, was sich am Vorabend in Zürich ereignet hatte: die FIFA Ballon d'Or-Gala.

„Wir sind traurig für Manu“, sagte Javi Martínez zum Ausgang der Weltfußballer-Wahl, bei der Manuel Neuer hinter Cristiano Ronaldo und Lionel Messi auf Rang drei gelandet war. „@Manuel_Neuer ist für mich der Weltfußballer des Jahres“, twitterte Bastian Schweinsteiger.

„Für uns ist Manu natürlich der Allergrößte“, sagte Matthias Sammer am Mittag vor versammelter Presse. Es gelte aber, das Ergebnis zu respektieren. „Es ist eine demokratische, sehr breit angelegte Wahl.“ Der FCB-Sportvorstand ist sich sicher, dass der Ballon d'Or irgendwann auch wieder nach Deutschland wandern wird. „Wir haben ja auch jahrelang gedacht, wir gewinnen die Weltmeisterschaft und die Champions League nicht mehr. Die haben wir auch irgendwann gewonnen.“

Negative Auswirkungen des Wahlergebnisses auf Neuer befürchtet Sammer nicht: „Manu ist so gefestigt und stabil. Da mache ich mir überhaupt keine Sorgen.“ Mehr Kopfzerbrechen bereiten ihm da schon die Rückenprobleme von Medhi Benatia, der seit Samstag mit dem Mannschaftstraining aussetzen muss. „Wir können keine Prognose geben, wie schnell er zurückkehren wird“, sagte Sammer, „das ist der einzige Punkt, der im Moment ein bisschen ärgerlich ist.“

Ansonsten läuft es nach Plan in Doha. Sieben Trainingseinheiten hat die Mannschaft inzwischen in den Beinen. „Die Einheiten sind kurz, aber von Intensität geprägt“, ist Sammer zufrieden. Nach Holger Badstuber und Tom Starke konnte mit David Alaba ein weiterer Verletzter ins Teamtraining zurückkehren. Auch Juan Bernat und Mario Götze sind nach überstandener Krankheit wieder voll bei der Mannschaft.

„Ich freue mich, dass wir in der Vorbereitung bis jetzt gut und intensiv gearbeitet haben“, sagte Sammer, der den Rückrundenauftakt in zweieinhalb Wochen schon vor Augen hat. „Wir starten gleich mit einer englischen Woche, darunter zwei Auswärtsspiele“, meinte er, „es ist wichtig, dass wir in den Rhythmus kommen. Wir wollen nichts verschenken.“

Für fcbayern.de in Doha: Nikolaus Heindl

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