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Gaudino & Kurt

Youngster-Duo will lernen und 'Gas geben'

Die Trainingskiebitze machten sich schon auf den Heimweg, da flankten und schossen sie noch um die Wette. Gianluca Gaudino und Sinan Kurt waren kaum zu bremsen, legten nach der anstrengenden Einheit sogar noch eine kleine Sonderschicht ein. „Wir sind noch jung. Deshalb müssen wir mehr machen als die anderen“, erklärt Kurt im Gespräch mit fcbayern.de. „Aber wir bleiben ohnehin gerne länger auf dem Platz und schießen aufs Tor. Das macht Spaß!“

Auch im Mannschaftstraining versprühten die Youngster Freude, sind bis in die Haarspitzen motiviert. Und müssen sich in jeder Einheit aufs Neue beweisen, wie Gaudino erzählt. Eine Schonfrist gibt es nicht (mehr). „An meinen ersten Trainingstagen sind alle noch ziemlich vorsichtig mit mir umgegangen. Aber mittlerweile werde ich nicht mehr in Schutz genommen. Das ist auch gut so, denn nur so lerne ich dazu“, weiß der 18-Jährige.

Der Unterschied zur U19 ist immens. „Es geht einfach alles schneller. Man hat keine Zeit zum Nachdenken“, so Gaudino. Kurt bestätigt: „Bei den Profis ist das Niveau in jedem Training Weltklasse. Aber ich habe mich ganz gut angepasst, denke ich.“ Auch dank der Etablierten, die den Jüngeren hilfreich zur Seite stehen. Zum Beispiel Thomas Müller. „Er ist sehr gut im Anspornen“, lacht Kurt. „Es ist ein gutes Zeichen, wenn die älteren Spieler einen pushen.“

'Das ist überragend!'

Während Kurt noch auf sein erstes Pflichtspiel wartet, ist Gaudino bereits einen Schritt weiter. Beim Bundesliga-Auftakt gegen Wolfsburg feierte der damals 17-Jährige sein Liga-Debüt – und hatte kaum Zeit, sich darauf einzustellen. „Es ging echt schnell. Ich habe es erst kurz vorher im Hotel gesagt bekommen vom Trainer“, erinnert er sich. „Es war ein super Gefühl, aber ich war auch riesig nervös. Als ich dann auf dem Platz stand, wurde es besser. Da war ich im Tunnel.“ Mittlerweile kommt Gaudino insgesamt auf sechs Pflichtspieleinsätze für den FCB.

„Gianluca hat ziemlich gut eingeschlagen. Das nimmt man sich schon ein bisschen als Vorbild“, verrät Kurt, der an seinem Freund („Wir verstehen uns besonders gut“) besonders die Beidfüßigkeit schätzt. „Er kann den Ball mit beiden Beinen behandeln. Das ist überragend!“ Wann Kurt selbst sein Pflichtspieldebüt feiern wird? Da hat sich der offensive Linksfuß „keine Ziele gesetzt. Ich will die ganze Zeit Gas geben und mich dem Trainer anbieten.“ Gerne auch durch Sonderschichten.

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