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'In den Rhythmus kämpfen'

FCB-Frauen gewappnet für den Rückrundenstart

Genau fünf Wochen hat sie gedauert, die Wintervorbereitung der FC Bayern-Fußballfrauen auf die zweite Saisonhälfte. Mit dem Gastspiel bei 1899 Hoffenheim startet die Mannschaft von Trainer Thomas Wörle am Sonntag (11 Uhr) wieder in den Pflichtspielbetrieb und will an eine famose erste Saisonhälfte anknüpfen. Mit 33 Punkten liegen die Münchnerinnen in der Bundesliga nur knapp hinter Spitzenreiter VfL Wolfsburg (35) auf Rang zwei, der am Saisonende zur Teilnahme an der UEFA Women’s Champions League berechtigt. Dritter ist der 1. FFC Turbine Potsdam (31).

„Entscheidend ist für mich, wie wir in die Rückrunde starten. Im ersten Spiel nach der Winterpause geht es darum, sich mit aller Macht wieder in den Rhythmus zu kämpfen. Wer das schnell schafft, hat gute Möglichkeiten, erfolgreich zu sein“, sagte Wörle, der sich bewusst ist, dass es zum Auftakt gleich eine harte Nuss zu knacken gilt. „Hoffenheim ist eine konter- und spielstarke Mannschaft. Das hat sie in einigen Partien, unter anderem bei der äußerst knappen 0:1-Heimniederlage gegen Wolfsburg, die zurzeit besten Mannschaft Europas, eindrucksvoll gezeigt.“

Doch nach einer reibungslosen Vorbereitung fühlt sich der FCB gewappnet für den Start. Höhepunkt war das einwöchige „total gelungene“ Trainingslager in Florida. „Die Bedingungen waren herausragend. Im taktischen Bereich konnten wir das umsetzen, was wir uns vorgenommen haben. Das hätten wir zuhause so niemals umsetzen können“, sagte Wörle, „wir sind auch als Team noch enger zusammengerückt.“

Schwierige letzte Woche

Personell gibt es in Reihen des ungeschlagenen Tabellenzweiten nur minimale Veränderungen. US-Nationalspielerin Amber Brooks kehrte in der Winterpause in ihre Heimat zurück, dafür schloss sich die isländische Nationalspielerin Dagny Brynjarsdottir dem FCB an. „Dagny ist eine sehr talentierte, torgefährliche Offensivspielerin, die flexibel sowohl im offensiven Mittelfeld als auch im Sturm eingesetzt werden kann“, urteilte Wörle über die 23-Jährige.

Getrübt wurde Wörles Zufriedenheit einzig durch die Personalsituation. Erstens weil neben den Langzeitverletzten Sarah Romert und Lena Lotzen auch Nora Holstad (Fußprobleme), Mana Iwabuchi (Bänderverletzung) und Laura Feiersinger (Muskelverletzung) zum Auftakt fehlen. Zweitens weil in der letzten Trainingswoche bis zu 13 Spielerinnen auf Länderspielreise waren. „Wir werden am Samstag vor dem Auftaktspiel die erste und letzte gemeinsame Einheit vor dem Auftakt verbringen“, erzählte Wörle und versicherte: „Wir werden das Beste daraus machen.“ Und das wäre ein Sieg am Sonntag.

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