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Endphase der Vorbereitung

FCB II: Als Einheit zum großen Ziel

Erik ten Hag steckt voller Tatendrang. Das Training der zweiten Mannschaft des FC Bayern ist bereits seit einiger Zeit beendet. Doch der niederländische Coach steht noch gestikulierend auf dem Spielfeld, geht mit seinen Spielern Lukas Görtler und Rico Strieder die letzte Pressingsituation des Abschlussspiels noch einmal durch. „Wir müssen als Team aggressiver gegen den Ball arbeiten“, gibt er ihnen mit auf den Weg in die Kabine.

Auch im Gespräch nach der Einheit wirkt der Übungsleiter des FCB II mit Blick auf die Tabelle der Regionalliga Bayern entschlossen: „Es ist noch alles drin. Die Liga wird immer in den Monaten April und Mai entschieden.“ Den Traum vom Aufstieg in die Dritte Liga, den das Team in der Vorsaison so denkbar knapp verpasste, hat der Niederländer auch für diese Spielzeit noch nicht ad acta gelegt. Sieben Punkte beträgt aktuell der Rückstand auf den Spitzenreiter Würzburger Kickers, zwölf Partien sind noch zu spielen.

Um im Falle eines Ausrutschers des Tabellenführers zur Stelle zu sein, arbeitet die FCB-Reserve derzeit mit Hochdruck auf den Rückrundenstart hin. Zeit genug dazu hat die ten Hag-Elf in der Vorbereitung allemal. Lange drei Monate dauert die Winterpause, drei Monate ohne jegliches Pflichtspiel. Da fällt es nicht immer leicht, die Spieler bei Laune zu halten. Doch ten Hag weiß mit dieser Situation umzugehen: „Nach einem Monat Urlaub hatten wir ein variables Programm, mit dem Trainingslager in Belek und einigen guten, intensiven Testspielen“, verrät der Niederländer.

Neun Testspiele bislang

Seit sieben Wochen feilt das Team nun schon an der Form für die Rückrunde. Neun Testspiele sind absolviert, vier Siege, ein Remis, vier Niederlagen stehen zu Buche. Auch wenn es nicht um Punkte ging, sind die Erkenntnisse für ten Hag und seinen Trainerstab von enormer Bedeutung: „Wir haben bewusst starke Gegner ausgewählt und zu Beginn einiges getestet. Es ist deutlich geworden, dass die Qualitätsunterschiede innerhalb der Mannschaft sehr gering sind.“

In der täglichen Trainingsarbeit der Wintervorbereitung legt der Übungsleiter besonderen Wert auf den Teamgedanken: „Natürlich haben die Jungs alle individuelle Ziele. Aber diese können nur über das Team erreicht werden, wenn wir zusammenarbeiten. Dieses Bewusstsein ist von enormer Bedeutung.“ Personell hat sich in der Winterpause bei der zweiten Mannschaft des Rekordmeisters nicht allzu viel getan.

Kompensieren muss das Team den Abgang von Leistungsträger Ylli Sallahi, der den Verein in Richtung Karlsruher SC verlassen hat - kein leichtes Unterfangen. Hoffnung gibt derweil aber die Rückkehr von Rico Strieder. Nach seiner schweren Hüftgelenksverletzung mit muskulärem Teilabriss ist der zentrale Mittelfeldspieler wieder einsatzfähig. „Rico hat uns wirklich gefehlt. Er ist ein enorm wichtiger Spieler, ist immer anspielbar und besitzt die Fähigkeit, das Spiel zu verlagern. Er wird uns mit Sicherheit helfen“, freut sich ten Hag.

Suche nach der Startelf

Ein wenig Kopfzerbrechen bereitet dem niederländischen Coach derweil die Personalsituation im defensiven Zentrum. Mit Edwin Schwarz und Stefan Buck haben sich zwei der drei Innenverteidiger verletzt. Schwarz zog sich in der Vorbereitung eine Muskelblessur zu und ist derzeit im Aufbautraining, Buck fällt mit einem Sehnenriss im kleinen Zeh vermutlich länger aus. „Wir müssen dafür eine mannschaftsinterne Lösung finden“, plant ten Hag. Bis zum Rückrundenauftakt gegen die zweite Mannschaft des FC Augsburg verbleiben noch zweieinhalb Wochen.

„Die Basis ist gelegt. Wir haben bislang gut gearbeitet, aber auch noch Luft nach oben. Jetzt geht es darum, alles zu intensivieren, Automatismen aufzubauen und sowohl im physischen als auch im taktischen Bereich die letzten Kleinigkeiten zu optimieren“, gibt ten Hag einen Ausblick auf die finale Vorbereitungsphase. Dabei soll auch auf eine Stammformation hingearbeitet werden: „Wir gehen die letzten drei Testspiele gegen Ingolstadt, Heimstetten und Stuttgart an wie ein Ligaspiel, um zum Start gegen Augsburg optimal vorbereitet zu sein. Vieles wird von der ersten drei Spielen abhängig sein.“

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