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Robbens Gefühl

Nach Kantersieg: 'Wir entwickeln uns gut'

Den freien Sonntag haben sich die Bayern redlich verdient. Nach dem Kantersieg über den Hamburger SV (8:0) und dem Teilerfolg in der Ukraine bei Schachtar Donezk (0:0) schloss der deutsche Rekordmeister eine intensive Woche erfolgreich ab - und das mit dem zweiten Torfeuerwerk binnen sieben Tagen! Dementsprechend zufrieden waren die Münchner nach dem 6:0 (2:0)-Sieg beim SC Paderborn.

„Wir haben mit einer großen Seriosität gespielt“, lobte Pep Guardiola seine Schützlinge, die sich auf dem Rasen gänzlich unbeeindruckt zeigten vom Programm der letzten Tage. Geduldig lauerten die Bayern auf eine Lücke im Abwehrbollwerk des Aufsteigers, der mit seiner Fünfer-Abwehrkette und der Viererreihe im Mittelfeld besonders in den ersten 20 Minuten „gut dagegen gehalten“ hatte, wie Arjen Robben analysierte.

Auf die individuelle Klasse der Bayern war aber auch in Paderborn wieder Verlass - und auf gutes Teamwork. „Davids Pass zu mir war gut, ich habe den Ball gut auf Lewy verlängert. Und der stand dann alleine vor dem Tor“, ließ Robben die Szene vor dem wichtigen 1:0 (24.) noch einmal Revue passieren, ehe Robert Lewandowski seine Vollstreckerqualitäten unter Beweis stellte. Genau wie beim 2:0 (37.), als Franck Ribéry scharf nach innen flankte.

Lewandowski belohnt sich

„Robert hat sich die Tore extrem verdient“, freute sich Sportvorstand Matthias Sammer über den zweiten Doppelpack des Polen im Bayern-Trikot. „Es ist natürlich schön, wenn man ein oder zwei Tore schießt“, war auch der Angreifer erleichtert, der im Training „gefightet“ hat, wie Sammer ergänzte, „das ist die Grundlage, damit man im Spiel belohnt wird“. Zudem legten Lewandowski & Co. so den „Grundstein zum Sieg“, wie Robben feststellte.

„Nach den ersten beiden Toren war es ein bisschen einfacher“, analysierte auch Guardiola. Der 20. Bundesliga-Sieg in Folge gegen einen Liga-Neuling nahm nach Robbens Elfmeter zum 3:0 (63.) und der Roten Karte gegen Paderborns Florian Hartherz endgültig Konturen an. „Thomas hat mir den Elfmeter geschenkt“, verriet der Niederländer. „Basti hat gesagt: Du bist in der Torschützenliste vorne dabei, wenn ein Elfmeter kommt, musst du schießen. Daran habe ich Thomas erinnert. Ich bedanke mich bei ihm.“

Robben erstmals Torschützenkönig?

In Überzahl ließen die Bayern ihrer Spielfreude umso mehr freien Lauf. Ribéry (72.) und Mitchell Weiser (78.) mit seinem ersten Bundesliga-Tor schraubten das Ergebnis auf 5:0, den Schlusspunkt (86.) setzte der überragende Robben, der mit 16 Treffern nun die Torjägerliste anführt und somit gute Chancen hat, sich diese Trophäe erstmals zu sichern. Als bisher letztem Münchner war das Mario Gomez in der Saison 2010/11 gelungen.

„Das 6:0 ist ein sehr gutes Resultat. Glückwunsch an die Mannschaft!“, lobte Sammer die Bayern, die „nur noch ein kleines bisschen Luft nach oben“ haben, wie der Sportvorstand anmerkte. „Wir entwickeln uns gut und verbessern uns schon“, so Robben, „wir müssen jede Woche, in jedem Training versuchen, uns zu verbessern.“ Der Niederländer hat für die kommenden Wochen ein gutes Gefühl: „Wir sind auf einem guten Weg. Ich spüre das.“

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