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Badstubers erstes CL-Tor

'Ich wusste gar nicht, wie ich jubeln sollte'

Unter den Helden des Abends stach er sogar noch ein wenig heraus. Vor allem für die Fans in der Südkurve. Mit „Badstuber! Badstuber!“-Sprechchören riefen sie ihn zu sich, den Abwehrspieler, der 841 Tage (!) nach seinem bis dahin letzten Champions-League-Startelfeinsatz (1:1 in Valencia am 20. November 2012) ein bemerkenswertes Comeback in der Königsklasse feierte. Und sogar einen Treffer erzielte!

„Das war ein super Gefühl. Ein Tor schieße ich nicht so oft. Ich wusste gar nicht, wie ich jubeln sollte“, war Badstuber nach dem klaren 7:0-Erfolg über Schachtar Donezk selbst ein wenig erstaunt. Es war aber auch zu schön in jener 63. Minute: Rafinha flankte maßgenau von rechts, Badstuber entzog sich seinem Bewacher, ging dem Ball ein, zwei Schritte entgegen, köpfte, Innenpfosten – drin! Das 5:0. Und der erste Champions-League-Treffer des 25-Jährigen überhaupt!

„Das Tor war Zugabe“, blieb Badstuber gewohnt bescheiden. Lieber rückte er den Erfolg der Mannschaft in den Vordergrund. „Das Weiterkommen war viel wichtiger“, so der gebürtige Memminger, der nach dem einseitigen Duell mit den Ukrainern erleichtert war. „Wenn man auswärts ein gefährliches Ergebnis erzielt und dann zuhause den Sack zumacht, fällt einem natürlich ein Stein vom Herzen.“

Rummenigges 'persönlicher Held'

Doch Badstubers Leistung hallte besonders nach. „Er ist mein persönlicher Held“, jubelte Karl-Heinz Rummenigge, „wer anderthalb Jahre so erlebt hat, wie er sie erlebt hat, und dann immer wieder zurückkommt… Er hat es sich verdient, dass die Südkurve ihn so unterstützt.“ Das Lob des Vorstandschefs findet Badstuber „schön“, wie er zugab, „das ist nicht selbstverständlich. Ich habe immer gesagt: Ich will dem Verein das Vertrauen mit Leistung zurückzahlen.“

Auch die Teamkollegen, die nach Badstubers Tor auf ihn zustürmten, freuten sich für den Abwehrmann. „Ich bin froh, dass Holger zurück ist. Er ist ein super Fußballer und hat eine tolle Persönlichkeit“, lobte Bastian Schweinsteiger. „Holger ist nicht nur für den FC Bayern wichtig, sondern auch für Deutschland.“ Teamplayer Badstuber: „Wenn ich einen Teil zu unseren Erfolgen beitragen kann, freut es mich. So will ich weitermachen.“

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