präsentiert von
Menü
'Wir sind bereit'

Bayern legen den Fokus auf Donezk

Mario Götze zog es in die Berge, Dante machte einen Ausflug mit seiner Familie... die Säbener Straße verwaist. Pep Guardiola hatte seinen Spielern am Sonntag frei gegeben. Und die hatte allen Grund, die frühlingshaften Temperaturen in vollen Zügen zu genießen. Auf elf Punkte war am Vorabend der Vorsprung an der Tabellenspitze angewachsen. „Das ist für uns ein schönes Wochenende“, stellte Pep Guardiola nach dem eigenen 3:1-Sieg in Hannover und der gleichzeitigen 0:1-Niederlage von Verfolger Wolfsburg in Augsburg zufrieden fest.

Vorzeitige Glückwünsche zur Meisterschaft wollten die Bayern aber noch nicht annehmen. „Ich war im Malen immer schlecht früher“, sagte Sportvorstand Matthias Sammer auf die Frage, ob er jetzt einen Haken an den 25. Titel der Bayern mache. Immerhin sind in den verbleibenden zehn Spielen noch 30 Punkte zu vergeben. „Drei Punkte mehr“, machte Pep Guardiola lediglich einen Haken hinter den 24. Spieltag. Und Thomas Müller meinte zum komfortablen Vorsprung an der Tabellenspitze: „Das ist sicherlich gut für unser Vorhaben, die Meisterschaft zu verteidigen. Deswegen gehen wir heute zufrieden ins Bett.“

Schlafen also. Erholen. Regenerieren. „Keine Party“, beschrieb Jérôme Boateng die Stimmung in der Kabine nach dem hart erkämpften Sieg in Hannover. Zu präsent sei schon das anstehende Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen Schachtar Donezk am kommenden Mittwoch. „Wir müssen eine Top-Leistung bringen. Es wird ein sehr, sehr schweres Spiel“, meinte Sammer und fügte hinzu: „Wir sind bereit.“

'Ein höchst verdienter Arbeitssieg'

Darin durften sich die Bayern in Hannover bestärkt fühlen. Erneut hatten sie ihr Spiel gegen einen extrem defensiv eingestellten und unangenehmen Gegner durchgebracht; erneut hatten sie dem Gegner fast keine Torchance gestattet; und sie hatten Moral bewiesen. Denn nach der plötzlichen Führung Hannovers durch Hiroshi Kiyotake (25. Minute) antwortete Xabi Alonso (28.) prompt. In der zweiten Halbzeit drehte Thomas Müller (61./Foulelfmeter, 72.) die Partie.

„Es ist ein Arbeitssieg, im Endeffekt aber auch höchst verdient“, meinte Holger Badstuber nach dem Schlusspfiff. „Es war sehr schwer“, sagte Guardiola. Grund dafür sei zum einen die „super Defensivorganisation“ des Gegners, zum anderen die spezifische Sandwich-Lage der Partie zwischen zwei richtungweisenden Spielen in DFB-Pokal und Champions League. „Da ist so ein Bundesliga-Auswärtsspiel nicht einfach“, weiß der FCB-Chefcoach. Am Mittwoch gegen Donezk wird das ganz anders sein. „Es ist ein Finale“, betonte Guardiola und da zählt nur eins: „Wir müssen gewinnen.“

Weitere Inhalte