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Nach vier Monaten

Lahm zurück! 'Eine große Bereicherung'

Die letzten zwei Reihen im Flugzeug auf den Bundesliga-Reisen sind stets reserviert. Stören verboten heißt es, wenn Philipp Lahm, Thomas Müller, Manuel Neuer und Claudio Pizarro die Karten für eine gemütliche Schafkopfrunde zücken. Wochenlang fiel dieser Schlagabtausch zuletzt aber leider aus, Lahm hatte sich verletzungsbedingt abgemeldet. Der Kapitän wurde nicht nur auf dem Platz schmerzlich vermisst - umso schöner, dass er am Samstag in Bremen nach vier Monaten Pause endlich wieder zurückkehrte.

„Er bereichert das Fußballspiel, aber auch das Kartenspiel“, freute sich Müller nach dem 4:0-Sieg beim SV Werder Bremen, „und auch sonst als Kumpel habe ich ihn jetzt wieder an meiner Seite für hitzige Diskussionen.“ Bastian Schweinsteiger, Lahms Stellvertreter als Kapitän der Mannschaft, sagte: „Er ist eine große Bereicherung für uns!“

Auch wenn die Schafkopfrunde am Samstagabend auf dem Rückflug trotz Lahms Rückkehr ausfallen musste, da Neuer und Pizarro diesmal an Bord fehlten, war die Stimmung bestens - vor allem bei Weltmeister Lahm, der seine ersten knapp zehn Spielminuten nach seiner schweren Knöchelverletzung sichtlich genossen hatte. „Wenn man vier Monate verletzt ist und viel Zeit im Kraftraum verbringt, dann ist man einfach nur froh, wenn man irgendwann wieder im Stadion auflaufen darf“, so der der 31-Jährige bei FCB.tv.

Fitness über Spielminuten

Erstmals seit dem 8. November 2014 (4:0 in Frankfurt) konnte Lahm wieder Bundesligaluft schnuppern. Er lief exakt 1,24 Kilometer, hatte drei Ballkontakte und spielte zwei Pässe - es war lediglich ein lockerer Aufgalopp. Doch schon bald wird der Kapitän wieder ein Kandidat für die Startelf sein. „Ich fühle mich wirklich gut. Jetzt brauche ich noch ein paar Trainingseinheiten und dann bin ich auch wieder bei 100 Prozent“, glaubt Lahm, der auch am trainingsfreien Sonntag eine Sonderschicht einlegte.

In eine absolute Topverfassung komme er aber vor allem über Spielminuten. „Das kann man im Training nicht simulieren“, berichtete er und sprach von „drei oder vier“ Partien über die volle Distanz. Das nächste Ligaspiel gegen Gladbach am kommenden Sonntag (17:30 Uhr) in der Allianz Arena könnte noch einen Tick zu früh kommen, aber: „Nach der Länderspielpause habe ich vier Wochen trainiert. Das sollte reichen.“ Dann geht’s nach Dortmund. Mit dem Flugzeug.

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