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Hürde souverän gemeistert

Bayern zufrieden: 'Wir sind weiter'

Auch in der überaus erfolgreichen Pokalgeschichte des FC Bayern gab es sie: bittere Niederlagen gegen unterklassige Teams. Zuletzt, im Februar 2004, stolperte der Rekordpokalsieger bei Zweitligist Alemannia Aachen. Auch in Magdeburg (November 2001), Vestenbergsgreuth (August 1995) oder Weinheim (August 1990) war schon mal Endstation. Von solch einer Sensation war am Mittwochabend beim Duell mit dem Zweitligisten Eintracht Braunschweig jedoch nichts zu spüren. Überlegen meisterte der Bundesliga-Spitzenreiter die dritte von fünf Hürden auf dem Weg nach Berlin und zog zum insgesamt 33. Mal ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein.

„Wir sind zufrieden. Es war ein Pflichtsieg. Wir sind weiter“, sagte Thomas Müller nach 90 einseitigen Minuten in der Allianz Arena. Und weiter: „Braunschweig stand das ganze Spiel in der eigenen Hälfte. Es war ein vollkommen ungefährdeter Sieg, nicht das Offensivspektakel, aber das kann man auch nicht jedes Spiel erwarten.“ Manuel Neuer meinte: „Das Wichtigste ist, dass wir eine Runde weiter sind. Es war nicht so einfach, aber wir waren in allen Belangen besser.“

Dabei taten die Braunschweiger Löwen alles, was in ihren Kräften lag, um den Bayern Paroli zu bieten. Sie rannten, sie grätschten, sie verteidigten geschickt. „Wir wollten uns besser präsentieren als einige Erstligisten. Ich denke, das ist uns gelungen“, sagte Trainer Torsten Lieberknecht. „Diese Pokalspiele sind nicht leicht zu spielen“, stellte Pep Guardiola einmal mehr fest, „die unterklassigen Teams sind individuell nicht so stark, aber sie haben ein großes Herz und sind physisch sehr stark. Sie arbeiten und arbeiten.“

'Menschen, keine Maschinen'

Das bekam der FC Bayern gegen Braunschweig zu spüren. „Wir haben uns nach einer starken Anfangsphase den Zahn ziehen lassen“, analysierte Müller. Bayern dominierte, hatte mit rund 80 Prozent Ballbesitz alles unter Kontrolle, aber eben auch Mühe, zum Abschluss zu kommen. Der erlösende Führungstreffer resultierte schließlich aus einem Traumfreistoß von David Alaba in der Nachspielzeit. „Ein klasse, klasse, klasse Tor! Ein sehr wichtiges Tor“, sagte Robert Lewandowski. „Gerade zur rechten Zeit“, fügte Müller hinzu.

Nach der Halbzeitpause und spätestens nach Mario Götzes 2:0 (57. Minute) hätten die Bayern das Ergebnis noch höher gestalten können. Anders als zuletzt (4:1 gegen Köln, 6:0 in Paderborn) fielen diesmal aber keine weiteren Treffer mehr. „Wir sind auch Menschen, keine Maschinen“, meinte Franck Ribéry. Und Jérôme Boateng fasste zusammen: „Es war sicherlich nicht unser bestes Spiel. Aber am Ende zählt heute das Ergebnis. Morgen werden wir nochmal drüber reden, dann ist es abgehakt und der Fokus liegt auf Hannover.“

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