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Reina & Lewy glücklich

Vollgas-Bayern 'stolz' auf 'wichtigen Sieg'

Nur 65 Stunden lagen zwischen dem Abpfiff des Champions-League-Achtelfinals gegen Donezk und dem Anstoß des Bundesliga-Nord-Süd-Schlagers in Bremen. Da können Beine und Kopf schon mal schwer werden. Doch die Bayern meisterten diesen Spagat „sensationell“, wie Kapitän Philipp Lahm feststellte. Nach ein paar Minuten war die Müdigkeit abgeschüttelt, am Ende jubelte der FCB über einen hochverdienten und ungefährdeten 4:0 (2:0)-Sieg im Weserstadion. „Heute war wieder so ein Tag, wo ich stolz war, Trainer dieser Mannschaft zu sein“, sagte ein glücklicher Pep Guardiola.

In einem „kampfbetonten Spiel“ (Sebastian Rode) behielt der Bundesliga-Spitzenreiter kühlen Kopf und präsentierte sich äußerst effizient. Thomas Müller (24. Minute) schoss sein Team mit einem traumhaften Schlenzer in Führung. Es gebe ein „altes Gesetz: Man sollte mich mit links außerhalb des Strafraums nicht schießen lassen. Das haben die Bremer missachtet“, scherzte der Nationalspieler anschließend, „nein, ich habe einfach das gemacht, was zu tun war. Und mein linker Fuß hat mitgespielt.“

Müller, der in den letzten drei Pflichtspielen fünf Tore erzielte, war nur am 2:0 durch David Alaba (45.) nicht beteiligt. Die Kontertreffer von Robert Lewandowski zum 3:0 (76.) und 4:0 (90.+1) bereitete er jeweils mustergültig vor. „Wir sind stolz, dass wir wieder so souverän gewonnen haben“, erklärte Müller. Teamkollege Rode, der nach den Ausfällen von Arjen Robben und Franck Ribéry diesmal von Beginn an ran durfte, sagte: „Das super Tor von Thomas hat das Spiel geöffnet. Am Ende haben wir die Konter gut ausgespielt.“

Lewandowski: 'Das tut sehr, sehr gut'

Der FCB gewann damit die letzten sechs Bundesliga-Spiele mit einer unglaublichen Torbilanz von 27:2 - besser war nur der Hamburger SV vor 35 Jahren (28:3). Großen Anteil am Lauf der Bayern hat in diesen Tagen neben Müller auch Lewandowski, der in vier der vergangenen fünf Ligaspielen traf und sich nach seinem dritten Doppelpack im roten Trikot (13 Saisontore) nun bereits auf Platz drei der Bundesliga-Torschützenliste vorgepirscht hat. „Das tut sehr, sehr gut“, verriet der Pole.

Einen unvergesslichen Nachmittag erlebte Pepe Reina. Der 32 Jahre alte Torwart-Routinier hütete in Bremen erstmals in einem Pflichtspiel das Bayern-Tor. „Es war großartig“, so der Spanier, „meine Teamkollegen haben mich super unterstützt. Wir haben einmal mehr bewiesen, wie viel Leidenschaft, Charakter und Zusammenhalt in unserer Mannschaft steckt.“ Guardiola habe ihn am Freitag in sein Büro gerufen und ihm die freudige Nachricht mitgeteilt. „Es tat gut, mal wieder in Aktion zu sein.“

Vertrauen in Reina und Starke

Manuel Neuer weilte derweil in München. Ein bisschen Durchschnaufen nach den kräftezehrenden Wochen. „Manu ist der beste Torhüter der Welt, vielleicht der beste der Geschichte. Aber er hat alles gespielt. Manchmal braucht der Kopf ein bisschen Regeneration“, erklärte Guardiola seine Entscheidung. Zudem setze er viel Vertrauen in Reina und Tom Starke, der diesmal auf der Ersatzbank Platz nahm. „Beide haben große Erfahrung und einen tollen Charakter“, so der spanische Cheftrainer.

Der Teamspirit stimmt. Die Form auch. Und so können die Bayern optimistisch in die Zukunft blicken. „Es sieht richtig gut aus“, sagte Rode. Der erneute Gewinn der Meisterschaft sei aber in der Mannschaft noch kein Thema. „Solange nichts endgültig feststeht, gibt es nichts zu feiern. Wir geben jede Woche Vollgas.“ Bastian Schweinsteiger sah dies ähnlich. Verfolger Wolfsburg sei auch in der Lage, eine Siegesserie zu starten. „Und wir haben noch viele schwierige Aufgaben vor uns. Deswegen waren diese drei Punkte ganz, ganz wichtig.“

Für fcbayern.de in Bremen: Nikolai Kube

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