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Kapitäns-Premiere

Schweinsteiger: 'Eine Ehre, aber auch eine Pflicht'

In Kaiserslautern begann vor elf Jahren Bastian Schweinsteigers Länderspielkarriere, jetzt ist der Betzenberg auch Schauplatz seiner Wiederkehr. Acht Monate nach dem WM-Triumph in Brasilien kehrt der FCB-Profi beim Testspiel gegen Australien am Mittwochabend in die deutsche Nationalmannschaft zurück und führt das DFB-Team erstmals auch ganz offiziell als Kapitän an. „Natürlich ist es eine Ehre, aber auch eine Pflicht“, meinte der 30-Jährige, „ich war schon einige Male Kapitän, jetzt ist es offiziell. Es ändert sich nicht viel. Ich bin eh ein Spieler, der denkt, es müssen elf Kapitäne auf dem Platz stehen, um zu gewinnen.“

Bundestrainer Joachim Löw hatte Schweinsteiger nach der WM zum Nachfolger des zurückgetretenen Kapitäns Philipp Lahm ernannt. Doch erst jetzt ist Schweinsteiger wieder im DFB-Team dabei. Aufgrund von Patellasehnen-Problemen hatte er einen Großteil der Hinrunde verpasst. „Ich brauchte nach der Verletzung eine Auszeit, um wieder da zu stehen, wo ich bin“, erzählte er, „es hat viel Kraft gekostet. Es hat sich rentiert.“

'Wichtiges Zeichen'

„Beim FC Bayern hat man zuletzt gesehen, dass Bastian eine gute Form hat und eine wichtige Führungsrolle einnimmt“, sagte Löw und bezeichnete die Rückkehr des WM-Helden, der im Finale von Rio de Janeiro mit seinem Einsatz und seiner Leidensfähigkeit zum Sinnbild des unbedingten Siegeswillens wurde, als „wichtiges Zeichen. Jeder weiß, wie er bei der WM gespielt hat in den ganz großen Spielen, was er für eine Präsenz hat auf dem Platz.“

Ob der 108-malige Nationalspieler das DFB-Team am Mittwoch im Testspiel gegen Australien von Beginn an als Kapitän auf dem Platz führt, hat Joachim Löw noch nicht entschieden. Wichtiger ist ohnehin das EM-Qualifikationsspiel am kommenden Sonntag in Georgien. Denn bei der Endrunde in Frankreich 2016 peilt Schweinsteiger noch einen Titel an: „Der Weg der Mannschaft ist noch nicht am Ende“, meinte er.

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