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Noch keine Meisterparty

Bayern legen Fokus auf 'heißen Tanz'

Die 25. Deutsche Meisterschaft, die dritte in Folge, sie ist nach dem 1:0 (0:0)-Heimsieg gegen Hertha BSC vier Spieltage vor Saisonende so gut wie eingetütet. Eine rauschende Party fand am Samstagabend in der Allianz Arena aber nicht statt - „weil es noch nicht 100 Prozent wasserdicht ist und weil wir am Dienstag ein heißes Spiel haben“, wie Thomas Müller erklärte.
 
Schon heute Abend gegen 19:15 Uhr könnte es dann aber offiziell werden, sollte der VfL Wolfsburg im Spitzenspiel bei Borussia Mönchengladbach nicht gewinnen. „Wir werden trotzdem erst einmal nicht feiern“, stellte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge klar. Dafür sei am Ende der Saison noch genug Zeit. Nun gelte die volle Konzentration dem so wichtigen DFB-Pokal-Halbfinale am Dienstag gegen Dortmund und den beiden Halbfinalspielen in der Champions League gegen den FC Barcelona (6. und 12. Mai). 
 
Dass die Bayern dann wieder ihre Porto-Rückspiel-Leistung auf den Platz bringen müssen, um Chancen auf die beiden Finals zu haben, war nach dem mühsamen 1:0 gegen die Hertha allen klar. „Wir haben uns mehr vorgenommen, als wir geleistet haben“, so Kapitän Philipp Lahm, „es fällt nach so einem Spiel wie gegen Porto ganz schön was ab. Da muss man erst mal wieder hochfahren. Das ist nicht so einfach.“

Weisers 'Instinkt'

Chancen waren gegen „gut verteidigende“ (Thomas Müller) Berliner am Samstagabend lange Zeit Mangelware. Erst im Laufe der zweiten Halbzeit erhöhte der FCB das Tempo und verdiente sich schlussendlich den knappen Sieg. Bastian Schweinsteiger, der nach drei Wochen Pause sein Comeback feierte, gelang nach feiner Vorlage von Mitchell Weiser das entscheidende Tor (80.).
 
„Die Vorbereitung war schon Weltklasse. Mitchell hat da vier Mann stehen lassen wie im Slalom“, lobte Rummenigge den gebürtigen Kölner, „und Schweini hat dann sehr gut vollendet.“ Weiser, der in seinen letzten sechs Bundesligaspielen an vier Toren direkt beteiligt war, bezeichnete seinen Sololauf als „Instinkt. Es ist gut gelaufen.“ Neben Weiser durften gegen die Hertha weitere Youngster Spielpraxis sammeln, wie Gianluca Gaudino oder Sinan Kurt.

'Wir brauchen alle Kräfte'

„Wir haben Wechsel vorgenommen, die nötig waren“, stellte Sportvorstand Matthias Sammer fest. Die spanische Fraktion um Xabi Alonso, Thiago und Juan Bernat bekam eine Verschnaufpause. Aufgrund der zahlreichen verletzten Spieler (Arjen Robben, Franck Ribéry, Holger Badstuber, David Alaba, Rafinha, Tom Starke) blieb die ganz große Rotation aber aus. „Ich hoffe, dass jetzt dann so langsam Spieler zurückkehren“, sagte Rummenigge, „das ist entscheidend. Wir brauchen diese Qualität jetzt auf dem Platz.“
 
Am besten schon am Dienstag. „Dortmund wird alles reinlegen, da sie nur noch diesen Titel gewinnen können“, weiß Lahm. Manuel Neuer, der die Mannschaft gegen die Hertha in der zweiten Halbzeit mit einer überragenden Parade vor einem Rückstand bewahrte, ergänzte: „Wir brauchen alle Kräfte und eine Top-Tagesform, um Dortmund zu schlagen.“ Fest steht: „Es wird ein heißer Tanz!“

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