präsentiert von
Menü
'Sehr speziell für mich'

Guardiola: 'Bin hier, um zu gewinnen'

Als Balljunge im Camp Nou fing alles an. Später, als Spieler, dirigierte er das Mittelfeld. Und schließlich entwickelte er als Trainer eine der besten Fußball-Mannschaften der Geschichte. Auch wenn Pep Guardiola mittlerweile mit dem FC Bayern große Erfolge feiert - in Barcelona wird er verständlicherweise für immer verehrt. „Es ist wunderschön, hierher zurückzukommen“, gestand der 44-Jährige sichtlich gerührt vor dem Halbfinalduell seines FC Bayern gegen seinen FC Barcelona (ab 20:45 Uhr im Liveticker und im Free-Webradio bei FCB.tv). „Es kommen viele Erinnerungen hoch, es ist sehr speziell für mich.“

Im Alter von 13 Jahren stieß Guardiola zur Jugendakademie des FC Barcelona, La Masia. Mit 19 debütierte der defensive Mittelfeldspieler in der Primera División. Zwei Jahre später gewann er unter Trainer Johan Cruyff den Europapokal der Landesmeister. Im selben Jahr bejubelte er olympisches Gold mit Spanien, Seite an Seite mit dem heutigen Barça-Trainer Luis Enrique. Insgesamt gewann der Fußball-Stratege Guardiola 16 Titel in 17 Jahren mit Barça.

'Wichtiger Teil meines Lebens'

Noch eindrucksvoller ist die Trophäen-Ausbeute als Trainer. Sagenhafte 14 Titel, darunter zweimal die Champions League, holte er in der vierjährigen Amtszeit. „Er hat hier alles gewonnen. Ich bin mir sicher, dass er hier starke Emotionen antreffen wird“, meinte Xabi Alonso auf der Pressekonferenz am Dienstagabend, wo Guardiola verriet, dass er natürlich auf einen „schönen Empfang“ hoffe.

Danach sei es aber vorbei mit den Herzlichkeiten, denn: „Ich bin nicht hier als Hommage, sondern um meine Arbeit zu machen und mit Bayern München das Finale zu erreichen.“ Barcelona sei „ein wichtiger Teil“ in seinem Leben gewesen, aber: „Ich bin hier, um zu gewinnen!“ Punkt. Und genau das spürt auch seine Mannschaft. „Ich glaube, der Gegner ist egal. Pep denkt nur daran, das Halbfinale zu gewinnen. Er will nach Berlin“, so Javi Martínez.

Messi hat 'viel' von Pep gelernt

Das sieht auch Thiago so, der ja ebenfalls eine Barça-Vergangenheit hat. „Pep begegnet jedem Gegner mit der gleichen Intensität“, meinte Bayerns Mittelfeldzauberer, „aber natürlich kennt er Barça noch ein bisschen besser.“ Könnte das am Ende in diesem Duell der entscheidende Vorteil für die Bayern sein? Nicht zwingend, denkt Thomas Müller: „Er wird uns ein Rezept an die Hand geben - den Rest müssen wir Spieler erledigen.“

Egal, wie das Hinspiel schlussendlich ausgehen wird - fest steht: Es wird ein außergewöhnlicher Abend für Guardiola. „Pep kennt uns alle sehr, sehr gut“, weiß auch Lionel Messi, dessen Stern damals unter Guardiola aufging. „Ich habe sehr viel von ihm gelernt.“ Das alles aber ist Vergangenheit, am Mittwochabend im Camp Nou wird Guardiola auf der Bayern-Bank sitzen. Ob er bei einem Tor seines Teams groß jubeln werde, wisse er noch nicht, aber: „Ich will gewinnen!“

Für fcbayern.de in Barcelona: Nikolai Kube

Weitere Inhalte