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Jubiläumstitel-Serie

5 x 5 Meisterfakten: Jupp, Trap und der Kaiser

Zum 25. Mal hat sich der FC Bayern in dieser Saison die Deutsche Meisterschaft gesichert. Anlässlich des Titel-Jubiläums blickt fcbayern.de zurück auf alle 25 Meisterschaften und fand Fakten, Kuriositäten und Legenden. Zur Einstimmung auf das Meisterwochenende lesen Sie von Montag bis Freitag jeden Tag fünf Meisterfakten. Teil 3: 1989, 1990, 1994, 1997, 1999.

1989

Nach einer Schwächephase der Bayern in der Rückrunde wittert der 1. FC Köln mit Trainer Christoph Daum seine Meisterchance und bläst zum verbalen Angriff. Legendär wird der Auftritt von Daum mit Bayern-Manager Uli Hoeneß und Trainer Jupp Heynckes im ZDF Sportstudio. „Am nächsten Donnerstag ist dein Weg zu Ende“, prophezeit Hoeneß. Und tatsächlich gewinnen die Bayern an jenem Donnerstag, dem 31. Spieltag, mit 3:1 in Köln - die Vorentscheidung im Titelkampf. Am Ende hat der FC Bayern fünf Punkte Vorsprung vor den Kölnern und Heynckes feiert seine erste Meisterschaft in München. Gemeinsam oben standen Bayern und Köln nur in der Torschützenliste: Roland Wohlfarth und Kölns Thomas Allofs teilten sich mit je 17 Treffern die Kanone.

1990

Erneut gerät die Meisterschaft zum Zweikampf mit dem 1. FC Köln, den der FC Bayern mit Trainer Jupp Heynckes abermals – diesmal mit sechs Punkten Vorsprung – für sich entscheidet. Ausschlaggebend ist eine ganz starke zweite Saisonhälfte der Bayern, die ihre letzte Partie im November 1989 verlieren und das gesamte Frühjahr 1990 ungeschlagen bleiben. Am letzten Spieltag kennt der Jubel in München (3:0 gegen Dortmund) keine Grenzen. Tausende Fans stürmen schon weit vor dem Schlusspfiff den Rasen im Olympiastadion. Während unklar ist, ob das Spiel noch einmal angepfiffen wird, stoßen die Bayern in der Kabine schon einmal an. Der Schiedsrichter holt sie aber zurück auf den Rasen und lässt die Partie zu Ende spielen.

1994

Auf dem Weg zum verflixten 13. Meistertitel benötigt der FC Bayern zwei Trainer. Nach einem unruhigen Advent wird Erich Ribbeck am 27. Dezember 1993 entlassen, die Münchner sind damals Dritter in der Tabelle. Es übernimmt: Vizepräsident Franz Beckenbauer. Mit dem Kaiser als Coach sichern sich die Bayern am letzten Spieltag durch einen 2:0-Sieg gegen Schalke den Titelgewinn mit lediglich 44 Punkten nach Zwei-Punkte-Regel (nach heutiger Rechnung 61 Punkte). Dies ist die schwächste Ausbeute in einer Meistersaison überhaupt. Historisches passiert am 32. Spieltag beim Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg. Dabei gibt der Schiedsrichter ein Phantomtor von Thomas Helmer, obwohl der Ball neben das Tor ging. Der DFB annulliert den 2:1-Sieg des FCB, das Nachholspiel zehn Tage später gewinnt Bayern mit 5:0.

1997

In seiner zweiten Amtszeit beim FC Bayern führt die italienische Trainerlegende Giovanni Trapattoni den gnadenlosen Defensivfußball in München ein und feiert seinen ersten Titel außerhalb Italiens. Nur drei Saison-Niederlagen sind das Resultat. Dass Bayerns Vorsprung (vor Leverkusen) am Ende dennoch nur zwei Punkte beträgt, liegt an der hohen Zahl der Unentschieden (11), mit denen sich Traps Bayern begnügen.

1999

Ottmar Hitzfeld übernimmt zu Saisonbeginn beim FC Bayern. Sechs Siege zum Start sind ein Einstand nach Maß. Ab dem zweiten Spieltag führt das Team um Rückkehrer Stefan Effenberg und Fußballer des Jahres Lothar Matthäus die Tabelle an und distanziert Verfolger Leverkusen am Ende auf 15 Punkte. Das Saisonende war jedoch tragisch: Im Champions-League-Finale unterlag man Manchester United in der Nachspielzeit mit 1:2, anschließend gab es auch im DFB-Pokalfinale eine Niederlage (4:5 i.E. gegen Bremen).

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