präsentiert von
Menü
Jubiläumstitel-Serie

5 x 5 Meisterfakten: Ballett und Medizinball

Zum 25. Mal hat sich der FC Bayern in dieser Saison die Deutsche Meisterschaft gesichert. Anlässlich des Titel-Jubiläums blickt fcbayern.de zurück auf alle 25 Meisterschaften und fand Fakten, Kuriositäten und Legenden. Zur Einstimmung auf das Meisterwochenende lesen Sie von Montag bis Freitag jeden Tag fünf Meisterfakten. Teil 4: 2000, 2001, 2003, 2005, 2006.

2000

Was für ein Saisonfinale! Mit drei Punkten Vorsprung auf den FC Bayern fährt Leverkusen am letzten Spieltag nach Unterhaching und verliert im Münchner Süden sensationell mit 0:2. Derweil bieten die Bayern 14 Kilometer weiter nördlich im Olympiastadion gegen Bremen eine mitreißende Vorstellung und holen sich durch einen 3:1-Sieg und der am Ende um sieben Treffer besseren Tordifferenz gegenüber dem Werksklub doch noch den Titel. Zur FCB-Meisterfeier am Abend werden die Hachinger Helden selbstverständlich spontan eingeladen. Besondere Freude auch bei Oliver Kahn, der zum Fußballer des Jahres gewählt wird.

2001

Das Finale furioso beginnt am 33. Spieltag: Tabellenführer Schalke verliert mit 0:1 in Stuttgart, der FC Bayern gewinnt in letzter Minute durch ein Zickler-Tor mit 2:1 gegen Kaiserslautern. Mit drei Punkten Vorsprung auf S04 fahren die Münchner am letzten Spieltag zum HSV, Schalke empfängt mit besserer Tordifferenz als der FCB die SpVgg Unterhaching. Schalke gewinnt sein Spiel mit 5:3, der FCB fängt sich in der 90. Minute durch Sergej Barbarez das 0:1. Schalke feiert, in Hamburg fragt Oliver Kahn den Schiedsrichter: „Wie lange noch?“ „Drei Minuten“, sagt Markus Merk. Kahn schreit seine Mitspieler nach vorn: „Drei Minuten! Los! Drei Minuten!“ Und tatsächlich: In der vierten Minute der Nachspielzeit nimmt HSV-Keeper Schober einen Rückpass mit den Händen auf, die Bayern erhalten einen indirekten Freistoß – den Patrik Andersson zum 1:1 in die Maschen drischt. Als erster Bayern-Trainer nach Udo Lattek holt Ottmar Hitzfeld den dritten Meistertitel in Folge. Wenige Tage später gelingt auch noch der lang ersehnte Triumph in der Champions League (5:4 i.E. gegen Valencia).

2003

Michael Ballack, Sebastian Deisler und Zé Roberto heißen die Neuzugänge, mit denen der Titel wieder nach München geholt werden soll - der Plan geht auf. Und wie! Als weißes Ballett begeistern die Bayern in der Liga und erklimmen am vierten Spieltag die Tabellenspitze. Bereits am 30. Spieltag - so früh wie zuvor nur 1973 - steht der neue Titelträger fest, am Ende werden die Bayern mit 16 Punkten Vorsprung Meister. Giovane Elber sicherte sich mit 21 Treffern gemeinsam mit Bochums Thomas Christiansen die Torjägerkanone.

2005

Kulturschock für die Bayern! Zu Saisonbeginn übernimmt mit Felix Magath ein völlig anderer Trainertyp die Mannschaft von Erfolgscoach Ottmar Hitzfeld. Er formt eine kompakte und topfitte Arbeitsgemeinschaft, die sich lange Zeit einen Zweikampf mit dem FC Schalke 04 liefert. Die Knappen übernehmen am 25. Spieltag nach einem 1:0-Sieg gegen Bayern sogar kurzzeitig die Tabellenführung. Dank eines furiosen Schlussspurts von neun Siegen in Folge sichert sich der FCB am Ende aber mit 14 Punkten Vorsprung souverän den 19. Meistertitel, der auch als Medizinball-Meisterschaft in die Annalen eingeht.

2006

Wieder fällt die Entscheidung in Kaiserslautern, diesmal durch ein 1:1 am 33. Spieltag durch Andreas Ottl. Doch anders als im Vorjahr haben die Bayern nun keine Gelegenheit, den Titel an Ort und Stelle gebührend zu feiern. Im Angesicht ihres drohenden Abstiegs hatten die Hausherren des Betzenbergs eine zünftige Meisterfeier untersagt, die Bayern müssen sich zur 20. Meisterschaft mit Wasserkübeln begnügen. Fünf Punkte beträgt am Ende der Vorsprung auf den Tabellenzweiten Werder Bremen. Zudem gewinnt die Mannschaft von Felix Magath wie schon im Vorjahr auch den DFB-Pokal. Es ist das erste Mal überhaupt, dass ein Team zwei Jahre hintereinander das Double holt. Für Titelhamster Bixente Lizarazu (21 Titel) ist es der krönende Abschluss seiner Karriere.

Weitere Inhalte