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Augsburg abhaken

Blick auf Barca: 'Kämpfen bis zum Ende'

„Dienstag alles geben - wir stehen hinter euch!“ Mit diesem Spruchband empfingen die Fans ihr Team am Samstagnachmittag gegen Augsburg. Spätestens da war klar, dass das vorletzte Bundesliga-Heimspiel der Saison - drei Tage vor dem Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen den FC Barcelona - nicht allerhöchste Priorität genießt. Und trotzdem bot Pep Guardiola im bayerischen Derby eine Top-Elf auf. „Die Spieler waren nicht im Urlaub“, stellte der Spanier klar. Am Ende mussten sich die Münchner den mutigen Gästen allerdings dann doch mit 0:1 (0:0) geschlagen geben.

„Wir machen unsere Chancen im Moment einfach nicht“, bemängelte Kapitän Philipp Lahm, der bereits nach 14 Minuten aus taktischen Gründen den Platz verlassen musste, weil Torhüter Pepe Reina wegen einer Notbremse die Rote Karte gesehen hatte. Während Mario Götze (9.) und Robert Lewandowski (44.) jeweils am Pfosten scheiterten,  netzte der Augsburger Raul Bobadilla in der zweiten Halbzeit (70.) mit der Hacke gegen den eingewechselten Manuel Neuer ein.

Seit vier Pflichtspielen wartet der FC Bayern mittlerweile auf einen Sieg. Die Niederlage gegen den FCA war zu verschmerzen, da die Deutsche Meisterschaft den Münchnern ja längst nicht mehr zu nehmen ist. So ein Erfolgserlebnis vor dem Barça-Rückspiel hätte aber natürlich gut getan. „Wir waren engagiert, wir haben nicht im Sparmodus gespielt“, so Thomas Müller, „natürlich haben wir uns das anders vorgestellt, als nach einer Viertelstunde zu zehnt zu spielen.“

'Es ist noch nicht vorbei'

Länger wollte in der Mixed Zone der Allianz Arena dann aber keiner mehr über dieses 0:1 sprechen, die volle Konzentration gilt nun dem Rückspiel gegen Barcelona. „Im Fußball passieren manchmal unglaubliche Dinge“, meinte Bastian Schweinsteiger. Die Hoffnung also lebt, trotz der sehr, sehr schwierigen Ausgangslage. „Wir müssen alles geben, was wir haben. Wir haben schon viele Male gezeigt, was wir hier in München leisten können. Es ist noch nicht vorbei, wir werden kämpfen bis zum Ende“, kündigte Lewandowski an.

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sprach von einer „vernichtend kleinen“ Chance, aber es gebe „die sogenannten Jahrhundertspiele. Wir haben einfach die Verpflichtung, alles reinzuhauen. Und wenn es dann nicht reicht, kann man es nicht ändern.“ Müller setzt zudem auf die Fans, die ihr Team nach der Niederlage gegen Augsburg minutenlang feierten. „Das war ein super Gefühl nach dem Spiel“, so der Nationalspieler, „wir sind uns alle einig, dass es eine Mammutaufgabe wird. Aber wir geben nicht auf!“

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