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Freude über Javi-Comeback

'Abhaken' - und 'mit Mut' nach Barcelona

Sportler verlieren nicht gerne. Das 0:2 am Samstagabend in Leverkusen aber konnten die Spieler des FC Bayern verschmerzen. „Barcelona war schon im Kopf“, gab Manuel Neuer ehrlicherweise zu. Nachdem die Bayern die Deutsche Meisterschaft bereits am vergangenen Wochenende klar gemacht hatten, ging es in der BayArena aus sportlicher Sicht für die Münchner um nicht mehr viel. „Wir haken das Spiel jetzt schnell ab. Die volle Konzentration liegt auf Mittwoch“, so Mario Götze.

Trotz allem schlug sich der FCB, der ohne zahlreiche Leistungsträger angetreten war, im Bundesliga-Topspiel wacker. „Wenn wir unsere Torchancen machen, gerade in meiner Person, dann sieht das auch anders aus“, erklärte Götze, der den Führungstreffer auf dem Fuß hatte (27.). Bei Claudio Pizarro (48.) fehlte ebenfalls der letzte Tick. „So ist das im Fußball. Wenn du die Tore nicht machst, kann es hinten auch mal scheppern“, merkte Neuer an.

Genau so kam es. Leverkusens Hakan Calhanoglu (55.) versenkte einen seiner gefürchteten Freistöße aus 22 Metern. „Ärgerlich“, fand Neuer, „wenn er sich aussuchen könnte, wo er den Ball hinlegen möchte, dann hätte er ihn genau dahin gelegt. Die Position war perfekt für ihn.“ Knapp zehn Minuten vor Spielende (81.) vollendete dann der eingewechselte Julian Brandt einen Konter zum 0:2 aus Bayern-Sicht.

Martinez: 'Den Fußball wieder genießen'

Es war die dritte Bundesliga-Niederlage in dieser Saison. Entscheidender aber war, dass sich kein weiterer Spieler verletzte - Thomas Müller, Jérôme Boateng, Xabi Alonso und Juan Bernat wurden von Pep Guardiola sogar gänzlich geschont. Und: Javi Martínez ist endgültig zurück! Der Spanier feierte nach achteinhalb Monaten Verletzungspause sein Startelf-Comeback. „Ich bin sehr glücklich“, so Martínez gegenüber FCB.tv, „es war eine schwere Zeit für mich. Jetzt ist es an der Zeit, den Fußball wieder zu genießen.“

Die Teamkollegen freuten sich mit. „Er hat sehr, sehr viel gearbeitet. Ich hoffe, dass er jetzt gesund bleibt“, sagte Dante. Neuer empfand die Partie in Leverkusen als „perfekten Moment“ für seine Rückkehr. Martínez wird gerne an diesen Abend zurückdenken - genau wie zwei Youngster: Rico Strieder und Lukas Görtler, die beide zu ihrem Profidebüt kamen. Strieder, Kapitän des FC Bayern II, stand sogar in der Startelf. Görtler wurde in der zweiten Halbzeit eingewechselt.

'Mit den Größten messen'

„Es war ein super Erlebnis, ein geiles Gefühl, es hat sehr viel Spaß gemacht“, verriet der 22 Jahre alte Strieder, „auf so ein Erlebnis hat man hingearbeitet.“ Und auch der 20-jährige Bamberger Görtler konnte sein Glück kaum fassen: „Wahnsinn, es war unglaublich, unbeschreiblich. Jetzt weiß ich auch, warum ich Fußball spiele und jeden Tag trainiere.“ Lob gab es von Welttorhüter Neuer. Beide hätten ihre Sache „sehr gut gemacht. Ich ziehe meinen Hut.“

Es war eine nette Randgeschichte. Dann aber richteten sich wieder alle Blicke nach vorne, auf das „große Spiel“ in Barcelona. „Sie sind in einer sehr guten Verfassung“, weiß Dante, „aber wir müssen mit Mut und Selbstbewusstsein dorthin fliegen.“ Sein Landsmann Rafinha ergänzte: „Genau solche Spiele möchten wir. Wir wollen uns mit den Größten messen!“

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