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Erstes Training

FCB will Fans auch in Shanghai begeistern

Alles war bereit. Pünktlich um 11 Uhr (Ortszeit) saß der komplette Bayern-Tross in Peking im Flieger. Startklar, um nach Shanghai, der zweiten Station der Audi Summer Tour 2015, aufzubrechen. Doch dann machte die chinesische Flugsicherung dem deutschen Rekordmeister einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Keine Starterlaubnis, es könne durchaus bis zu zwei Stunden dauern, berichtete der Lufthansa-Kapitän aus Erfahrung. Es wurden schließlich dreieinhalb.

Die Spieler ließen sich die Laune aber nicht verderben. „Man kann ja eh nichts ändern“, stellte Thomas Müller später auf der Pressekonferenz im Shanghai Stadium fest, „ich habe ein bisschen geschlafen, einen Film angeschaut, ein bisschen aus dem Fenster geschaut und mich unterhalten. Ich bin ja ein kommunikativer Mensch.“ Pep Guardiola berichtete, er habe die Zeit genutzt, um sich das Testspiel gegen Valencia noch einmal anzuschauen.

Und so brach in Shanghai, mit 25 Millionen Einwohnern die größte Stadt Chinas, bereits so langsam die Dämmerung ein, als die Bayern landeten. Danach ging es mit dem Bus rund eine Stunde lang zum Teamhotel in die Innenstadt, anschließend sofort zum Training. „Es sieht hier sehr lebendig aus, viele Restaurants, alles ein bisschen grün. Die ersten Eindrücke waren sehr interessant“, fand Müller.

Auf dem Trainingsplatz ging es am Sonntag dann eher entspannt zu. Ein bisschen die Müdigkeit des Valencia-Spiels und der Reise aus den Beinen laufen, lautete das Motto. Bis auf den angeschlagenen Javi Martínez waren alle Spieler dabei. Also auch Manuel Neuer, Mario Götze und Jérôme Boateng, die zuletzt ja etwas kürzer treten mussten. „Wir sind von der Fitness her schon auf einem guten Level“, sagte Müller, „jetzt wollen wir auch gegen Inter was zeigen und die Fans begeistern.“

Gegen die Italiener treten die Bayern im zweiten Audi Football Summit am kommenden Dienstag an (ab 14 Uhr, MESZ, live auf Sport1). Inter sei eine „große Mannschaft in Europa“, erklärte Guardiola. „Es ist der nächste gute Test. In der Vorbereitung ist es besser, weniger Spiele zu machen, dafür aber gegen gute Gegner.“

Mit Sicherheit werden dann erneut viele, viele Chinesen ihren FC Bayern nach vorne peitschen. Auch in Shanghai bereiteten sie den Münchnern einen großartigen Empfang. „Ich wusste zwar, dass der FC Bayern auch in China Fans hat, aber dass es so viele sind, ist schon überraschend“, stellte Müller fest, „sie sind sogar bei den deutschen Fanliedern textsicher. Ich meine, ich hätte sie letztens sogar den Stern des Südens singen hören. Hut ab!“ Für solche Erlebnisse nimmt man eine Verspätung dann doch gerne mal in Kauf.

Für fcbayern.de in China: Nikolai Kube

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