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Amateure vor Derby

Steinhart: 'Müssen einen kühlen Kopf bewahren'

Schlag auf Schlag geht es derzeit für die Amateure des FC Bayern. Nach dem Auftaktspiel der neuen Regionalligasaison am Mittwochabend beim FV Illertissen (1:1) steht am kommenden Sonntag um 13 Uhr bereits eines der großen Highlights der Spielzeit auf dem Programm. Im ersten Heimspiel kommt es zum Münchner Derby gegen die zweite Mannschaft des TSV 1860 München. Auf dem Rasen des Stadions an der Grünwalder Straße wird für die Roten dann auch wieder Phillipp Steinhart stehen.

Der 23-Jährige ist einer der Stützpfeiler der Amateure. Vor der vergangenen Saison kam Steinhart von den kleinen Löwen an die Säbener Straße und ist seither aus der Elf der kleinen Bayern nicht mehr wegzudenken. In der diesjährigen Vorbereitung absolvierte der Linksverteidiger einige Einheiten und Testspiele bei den Profis und war mit auf der Audi Summer Tour 2015 China. Im Duell gegen seinen Ex-Verein, bei dem sein Bruder Ludwig aktiv ist, will Steinhart unbedingt den ersten Saisonsieg einfahren. Im Interview mit fcbayern.de spricht er über den Saisonstart, das Training bei den Profis und die Besonderheit des Derbys.

Das Interview mit Phillipp Steinhart

fcb.de: Hallo Phillipp, zum Saisonstart gab es am Mittwoch ein 1:1-Unentschieden gegen Illertissen. Bist du zufrieden mit dem Auftakt?
Steinhart: „Mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben, bin ich schon zufrieden. Nur das Ergebnis hat leider nicht gestimmt. Es hätte mehr dabei herausspringen müssen, wir hatten genügend Chancen. Die Leistung von uns hat gepasst, nur das Ergebnis leider noch nicht.“

fcb.de: Sieben Wochen Vorbereitung und das erste Spiel liegen hinter euch. Wie schätzt du die Form des Teams ein?
Steinhart: „Ich denke, dass uns die längere Vorbereitung zugutekommt. In der letzten Saison mussten wir uns nach einer sehr kurzen Vorbereitung am Anfang der Saison erst richtig finden. Die Leistung am Mittwoch war schon gut, darauf können wir aufbauen. Wir werden uns schnell zurechtfinden.“

fcb.de: Du durftest in der Vorbereitung einige Male bei den Profis trainieren und spielen, warst mit in China. Eine besondere Auszeichnung?
Steinhart: „Auf jeden Fall! Es war ein Privileg, dass wir mit nach China fahren und bei den Profis trainieren und spielen durften. Es hat sehr viel Spaß gemacht und ich konnte einige neue Erfahrungen sammeln. Es waren einfach tolle Erlebnisse, besonders die Spiele. Mit solchen Spielern auf dem Platz zu stehen, ist schon etwas Außergewöhnliches.“

fcb.de: Was konntest du aus den Trainingseinheiten bei den Profis für dich persönlich mitnehmen?
Steinhart: „Es ist nochmal ein ganz anderes Level, bei dem es auf Kleinigkeiten ankommt. Man nimmt sehr viel mit und versucht, das auch bei den Amateuren umzusetzen. Es ist einfach eine super Erfahrung, die sehr viel wert ist.“

fcb.de: Am Sonntag steht ein absolutes Saisonhighlight mit den Amateuren auf dem Programm, das Derby gegen deinen Ex-Verein. Was erwartest du von der Partie?
Steinhart: „Da steckt natürlich schon im Vorfeld wieder sehr viel Euphorie drin. Wir müssen das Derby angehen wie jedes andere Spiel. Sicherlich wird es noch hitziger und umkämpfter, aber wir müssen vor allem einen kühlen Kopf bewahren und können mit einer breiten Brust in die Partie gehen. Letztes Jahr haben wir zweimal gewonnen, das wollen wir wiederholen. Ich bin überzeugt, dass wir das Derby positiv gestalten werden.“

fcb.de: Dein Bruder Ludwig ist im Kader der zweiten Mannschaft vom TSV 1860 München. Gibt es da schon kleine Sticheleien?
Steinhart: „Nein, Sticheleien gibt es nicht. Ich hoffe, dass er im Kader sein wird. Ich würde mich sehr für ihn freuen. Es wäre sicherlich ein spannendes Aufeinandertreffen für uns.“

fcb.de: Du hast bereits acht Amateur-Derbys gespielt, sechs im blauen Trikot, zwei in Rot. Worauf wird es am Sonntag ankommen, damit ihr das Feld als Sieger verlassen könnt?
Steinhart: „In erster Linie kommt es darauf an, dass wir das Spiel von der Zweikampfhärte richtig annehmen, ohne dabei unsere spielerische Linie zu vernachlässigen. Sowohl spielerisch als auch vom Einsatz her müssen wir alles in die Waagschale werfen, dann werden wir als Sieger vom Platz gehen.“

Das Interview führte: Felix Hülskemper.

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