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'Hat mir super gefallen'

Tordebütant Costa eine 'Extrawaffe' für den FCB

Es ist schon ein Genuss, diesem Mann beim Kicken zuzusehen. Douglas Costa, 24, brasilianischer Neuzugang des FC Bayern, hat nicht lange gebraucht, um sich in die Herzen der Fans zu spielen. Schon beim Audi Cup verzückte er das Publikum in der Allianz Arena mit seinen Super-Dribblings. Im ersten Bundesligaspiel gegen den Hamburger SV folgte die nächste Kostprobe seines Könnens. „Es hat mir super gefallen. Es war ein gelungener Auftakt und ich bin sehr glücklich, meinen Teil zum Sieg beigetragen zu haben“, sagte Costa bei FCB.tv nach dem 5:0 und seinem Debüt-Tor.

Es gab Lob von allen Seiten. „Der hat natürlich eine wahnsinnige Energie“, fand Thomas Müller. Kapitän Philipp Lahm bezeichnete Costa als „sehr, sehr leichtfüßig“. Und Arjen Robben meinte: „Er ist ein Talent, eine Extrawaffe für uns, der einen Gegner ausdribbeln kann.“ Das verschafft Pep Guardiola natürlich noch mehr Optionen auf den Flügeln - zumal Franck Ribéry wegen seiner Sprunggelenksverletzung ja weiterhin ausfällt.

„Douglas hat sich schnell eingelebt“, hat Matthias Sammer beobachtet. Bayerns Sportvorstand warnte aber vor zu großer Euphorie: „Wir sind jetzt erst bei Kilometer eins - und nicht weiter.“ Karl-Heinz Rummenigge sieht dies genauso. „Ich bin immer vorsichtig. Die ersten Spiele ist man oft auch motiviert, das muss man dann immer wieder unter Beweis stellen.“

'Bescheiden' und 'zurückhaltend'

Und dennoch machen Costas Auftritte Lust auf mehr. „Er scheint ein sehr guter Spieler zu sein. Schnell, dribbelstark, mit einem guten Schuss“, so der Vorstandsvorsitzende weiter. Gegen den HSV erzielte der Neuzugang aus Donezk nicht nur einen Treffer selbst, sondern bereitete das 3:0 durch Müller auch noch sehenswert mit dem Außenrist vor. Sein Gegenspieler Dennis Diekmeier musste nach dem Spiel anerkennen: „Ich bin schon ziemlich schnell, aber das ist eine Rakete.“

Und zwar eine „sehr zurückhaltende“ und „bescheidene“, wie Sammer verriet. Das bestätigen auch seine Interviews nach dem HSV-Spiel. „Es kommt nicht darauf an, auf welcher Seite ich spiele. Die Hauptsache ist, dass wir so viele Spiele wie möglich gewinnen. Das macht eine gute Mannschaft aus“, so Costa, der sich in München pudelwohl fühlt. „Alles ist fantastisch, meine Mannschaftskollegen haben es mir bisher sehr einfach gemacht. Und auch die Stadt ist schön.“ Costa und der FC Bayern - das scheint zu passen!