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'Kopf hoch!'

Kein Cup, aber vielversprechende Beobachtungen

Einerseits gut gespielt, andererseits verloren - diese Polarität bestimmte nach der unglücklichen Supercup-Niederlage gegen den VfL Wolfsburg die Gemütslage beim FC Bayern. „Im Allgemeinen bin ich sehr zufrieden“, konstatierte Pep Guardiola nach 90 unterhaltsamen und intensiven Minuten gegen den Vizemeister und DFB-Pokal-Gewinner. „Die Leistung, die Leidenschaft, das Attackieren“ - alles passte. Nur das Ergebnis eben nicht. Mit 5:6 (1:1, 0:0) hatten sich die Münchner nach Elfmeterschießen geschlagen geben müssen.

„Wir haben ein gutes Spiel gezeigt, waren die bessere Mannschaft. Aber es hat nicht gereicht“, meinte Manuel Neuer. Streng genommen hatte es 89 Minuten lang gereicht. Denn bis eine Minute vor dem Schlusspfiff führten die Bayern dank eines Treffers von Arjen Robben (49. Minute) vor 30.000 Zuschauern in Wolfsburg mit 1:0. Dann flankte Kevin de Bruyne von rechts und Nicklas Bendtner bugsierte die Kugel ins Tor - 1:1. Im folgenden Elfmeterschießen - im Supercup gibt es keine Verlängerung - waren die Wölfe dann das glücklichere Team.

Die Krux des zweiten Tores

„Ärgerlich“ fand Manuel Neuer den späten Ausgleichstreffer. „Das darf uns nicht passieren“, war auch Jérôme Boateng selbstkritisch. Robben fügte noch einen zweiten Kritikpunkt hinzu: „Wir hätten es verdient gehabt zu gewinnen. Wir haben das Spiel kontrolliert, sind sehr gut gestanden. Aber: Wir müssen das zweite Tor schießen. Genug Chancen hatten wir. 2:0 - dann ist es vorbei.“ Oder wie es Lahm sagte: „Wir haben es verpasst, den Deckel draufzumachen, und wurden bestraft.“

Der Cup blieb also in Wolfsburg, die Bayern konnten aber zumindest eine gute Standortbestimmung zwei Wochen vor dem Bundesligastart mit zurück nach München nehmen. Und einzelne vielversprechende Beobachtungen: So knüpfte Douglas Costa im ersten Pflichtspiel der Saison an seine Leistungen aus den Testspielen an. Der Brasilianer leitete mit einem Dribbling und einer scharfen Flanke den Führungstreffer ein. Mit Arturo Vidal kam zudem ein weiterer Neuzugang zu seinen ersten Spielminuten im FCB-Trikot. „Man sieht, dass sie eine starke Qualität mitbringen und uns weiterhelfen werden“, so Neuer.

Überraschung für Robben

Und dann war da noch Arjen Robben. Der Holländer kam nach überstandener Muskelverletzung erstmals in der Vorbereitung zum Einsatz, war gleich wieder ein Aktivposten auf dem Rasen und erzielte das Tor. „Ich bin überrascht, wie weit ich bin“, meinte der Flügelflitzer, der sich über seinen Startelf-Einsatz „riesig“ freute: „Es war ein bisschen überraschend. Ich hätte nicht gedacht, dass ich von Anfang an dabei sein würde. Fürs erste Spiel war’s gut.“

Darauf lässt sich auf jeden Fall aufbauen. Das gilt für Robben genauso wie für die gesamte Mannschaft. „Kopf hoch! Nächste Woche ist Pokal, dann beginnt die Bundesliga. Unsere Topform kommt noch“, blickte Robert Lewandowski nach vorne. Guardiola drückte es ganz in FCB-Manier aus: „Jetzt Regeneration. Und dann: Weiter, immer weiter.“

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