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'Eine andere Welt'

Kimmichs Debüt: 'Es hat Spaß gemacht'

Die anderen waren schon längst auf dem Trainingsplatz, da tauchte auch Joshua Kimmich auf. Zeitgleich mit Pep Guardiola. Ihr Vier-Augen-Gespräch am Montagmorgen oben im Leistungszentrum hatte ein bisschen länger gedauert. Es gab ja auch einiges zu bereden, denn für Kimmich war am Sonntagnachmittag ein Traum in Erfüllung gegangen. Das 20-jährige Toptalent lief beim Pokalspiel in Nöttingen zum ersten Mal in einem Pflichtspiel für den FC Bayern München auf - und das sogar von Beginn an.

„Es hat Spaß gemacht, auch wenn es nicht unser bestes Spiel war“, sagte Kimmich nach der Regenerationseinheit, als er bei FCB.tv auf den 3:1-Sieg zurückblickte, „es hat mich gefreut, dass ich direkt von Anfang an ran durfte.“ Es klingt noch ein bisschen schüchtern, wenn der U21-Nationalspieler spricht. Aber genau das macht den gebürtigen Rottweiler (Baden-Württemberg) auch so sympathisch.

„Ich will weiter so viel wie möglich lernen, mich anpassen, um mich dann peu a peu an das hohe Niveau ranzutasten“, so der Neuzugang aus Leipzig bescheiden. Kimmich hatte schon im Halbfinale des Audi Cups gegen den AC Mailand das Vertrauen von Guardiola bekommen, musste dann allerdings früh mit einer Oberschenkelprellung ausgewechselt werden. Fünf Tage später war er aber wieder genesen und agierte im Karlsruher Wildparkstadion neben Arturo Vidal auf der Sechser-Position.

'Das gibt einem Vertrauen'

Guardiola baut auf Kimmich. „Dieser Junge wird viele Spiele für Bayern München machen“, ist sich Bayerns Cheftrainer schon jetzt sicher. Worte, die der Mittelfeldspieler natürlich gerne hört. „Das gibt einem Vertrauen und macht Lust, weiter hart zu arbeiten“, so Kimmich, der die momentane Situation aber genau einordnen kann. „Ich weiß, dass ich erst am Anfang meiner Karriere stehe und mir nichts geschenkt wird.“

Er freue sich über jede Spielminute, betonte der 20-Jährige. „Ich werde Zeit brauchen, bis ich mich an dieses Niveau hier bei Bayern gewöhnt habe. Ich lerne in jedem Spiel, in jedem Training“, sagte Kimmich, „wir haben hier nur Weltklasse-Spieler, man kann sich von jedem sehr viel abschauen.“ Vergleiche mit seinem Ex-Klub Leipzig wolle er keine ziehen, denn: „Es ist einfach eine andere Welt.“

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