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Starker Saisonstart

Thomas Müller in Torlaune

Drei Spiele, drei Siege, 10:1 Tore - der Start in die neue Bundesligasaison hätte für den FC Bayern nicht besser ausfallen können. Großen Anteil daran, dass der Rekordmeister mit der maximalen Ausbeute von neun Punkten in die Länderspielpause geht hat auch Thomas Müller. Beim 3:0-Erfolg am Samstag gegen Bayer Leverkusen steuerte Müller zwei Treffer bei und erhöhte sein Torekonto in der noch jungen Spielzeit bereits auf fünf. So viele Tore nach den ersten drei Spielen gelangen im Bayern-Trikot zuletzt Roy Makaay in der Saison 2005/06.

„Von der Toranzahl war das bisher mein bester Start“, freute sich der 25-Jährige, der gegen die Werkself sein 200. Bundesligaspiel bestritt und dabei seine Treffer Nummer 75 und 76 im Oberhaus erzielte. Zum 15. Mal traf Müller in einem Bundesligaspiel mindestens zwei Mal und verbesserte sich in der ewigen FCB-Torjägerliste auf Platz zwölf. Nur einen Treffer mehr kann Claudio Pizarro vorweisen, der am Samstag vor dem Spiel offiziell von Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge verabschiedet wurde.

„Thomas ist wichtig für uns. Das haben wir immer gesagt. Er ist aufgestiegen zum Führungsspieler“, lobte Sportvorstand Matthias Sammer den Oberbayern, der bereits mit zehn Jahren zum FC Bayern kam. „So kennt man ihn. Er ist ein Typ, der vor dem Tor angreift, der sich auch für die Mannschaft einsetzt, der kämpft“, charakterisierte Torhüter Manuel Neuer seinen Weltmeister-Kollegen.

Dem war die Gesamtleistung des Teams wichtiger als persönliche Statistiken. „Ich genieße einfach den Moment. Am wichtigsten ist aber, dass die Mannschaft gewinnt“, betonte der Doppeltorschütze, der sogar noch auf einen dritten Treffer verzichtete. In der 71. Minute überließ er Arjen Robben die Ausführung eines Handelfmeters und ermöglichte so dem Niederländer sein erstes Saisontor. „Ich bin ja ein Teamplayer und will auch, dass die Stimmung gut ist und gut bleibt“, meinte Müller hinterher mit einem Lächeln.

Dass Müller so gut wie nie zuvor in die Saison gestartet ist, hat mehrere Gründe. Zum einen kam er nach zuletzt kraftraubenden Spielzeiten in den Genuss einer langen Sommerpause. Erholt und mit vollem Akku stieg Müller am 1. Juli in die Vorbereitung ein und konnte so planmäßig seine Form aufbauen. Zum anderen eine leicht veränderte taktische Ausrichtung, durch die er häufiger im torgefährlichen Raum zum Abschluss kommt.

Und zu guter Letzt profitiert Müller bislang vor allem von Neuzugang Douglas Costa, der drei von fünf Müller-Treffern vorbereitete. „Der hat natürlich eine wahnsinnige Energie“, sagte Müller schon nach dem 5:0-Auftaktsieg gegen den Hamburger SV über den antrittsschnellen Brasilianer. „Er ist ein sehr mannschaftsdienlicher Spieler, ich hoffe, dass er so weitermacht.“ Mehr als 13 Tore hat Müller bislang noch nie in einer Saison erzielt. Doch derzeit deutet alles darauf hin, dass diese Marke in diesem Jahr gebrochen wird.