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'Auf Chance warten'

'Mentalitätsmonster' Rode betreibt Eigenwerbung

Da saß er - entspannt, ein Lächeln im Gesicht - und strampelte sich die Müdigkeit aus den Beinen. Im Leistungszentrum, auf dem Fahrradergometer neben Manuel Neuer. Regeneration war angesagt an diesem Sonntag für Sebastian Rode, der am Samstag in Darmstadt erstmals in dieser Saison über die volle Distanz zum Einsatz gekommen war - und sofort überzeugte. „Wenn man ein Tor vorbereitet, eines selber macht und mit drei Punkten nach Hause fährt, ist man natürlich überglücklich“, so der 24-Jährige nach dem 3:0-Erfolg.

Rode ist keiner, der große Sprüche klopft, sondern einer, der Taten sprechen lässt. Auf dem Platz. In Darmstadt gehörte er zu den Stärksten und hatte großen Anteil am souveränen Auswärtssieg. Zum zweiten Mal in seiner Zeit bei Bayern war Rode in einem Bundesliga-Spiel an zwei Toren direkt beteiligt. „Besser kann’s nicht laufen“, freute er sich, „und meine Familie, meine Schwester, meine Freundin waren auch noch im Stadion.“

Doch Rode will natürlich mehr. In der vergangenen Saison kam er - wenn auch nicht immer von Beginn an - in 35 Pflichtspielen für den FCB zum Einsatz. Nun aber ist der Konkurrenzkampf beim Rekordmeister noch härter geworden. „Jeder Fußballer will unbedingt spielen, aber wenn man sieht, wer bei Bayern auf dem Platz steht, ist es nicht so einfach reinzukommen“, berichtete er, „aber wenn ich auf dem Feld stehe, gebe ich Vollgas.“

Wie Jeremies und Salihamidzic

Trainer Pep Guardiola weiß, was er an Rode hat. Er verdiene mehr Spielminuten, sagte der Spanier am Samstag. „Das hat er mir wieder gezeigt.“ Rode aber muss Ruhe bewahren, rät Matthias Sammer: „Für mich ist Sebastian ein Mentalitätsmonster. Auch wenn die Vergleiche zu Jens Jeremies oder Hasan Salihamidzic hinken - aber genau solche Spieler braucht eine Mannschaft! Sie sind der Kitt zwischen den Elementen, der alles zusammenhält.“

Rode ist ein wichtiges Puzzleteil im so starken Kader des FC Bayern. „Man muss auf seine Chance warten“, weiß der Mittelfeldspieler. Mit Leistungen wie in Darmstadt betreibt er die beste Eigenwerbung. Rode: „Hier bei Bayern spielen die Besten der Besten. Auch wenn ich nicht immer von Beginn an spiele - ich konnte in meiner Zeit hier schon viel lernen. Das sieht man auch auf dem Feld, denke ich.“

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