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Lob von Ribéry

Coman froh über 'guten ersten Monat'

Mit dem Deutsch ist es natürlich „noch schwierig“, wie er selbst weiß. Doch auf dem Platz spricht Kingsley Coman schon die Sprache des FC Bayern. Sechs Spiele hat er bestritten, die Hälfte davon von Beginn an. Seine Ausbeute: zwei Tore, vier Vorlagen - nicht schlecht für einen 19-Jährigen in seinen ersten fünf Wochen beim FC Bayern. „Ich bin sehr glücklich. Ich hoffe, dass es so weitergeht“, sagte der Franzose, ehe er sich Anfang der Woche zur U21-Nationalmannschaft verabschiedete.

Selbstbewusst und unbekümmert ergriff Coman seine Chance beim Schopfe und zeigte, warum ihn der FC Bayern Ende August von Juventus Turin verpflichtete. Pep Guardiola lobt seine „Qualität im Eins-gegen-Eins“, Jérôme Boateng stellte fest: „Wir werden noch viel Spaß an ihm haben.“ Coman meinte nüchtern: „Ich bin froh über jeden Einsatz, den ich bekomme, und versuche, das Beste daraus zu machen.“

Mit Gefühl, Präzision und Entschlossenheit überzeugte Coman als Vorbereiter und Torschütze. Sogar Frankreichs Nationaltrainer wurde hellhörig. „Coman ist ein sehr interessanter Spieler. Wir haben ihn im Blick, auch wenn noch ein Stück Weg vor ihm liegt“, sagte Didier Deschamps. Coman hat solche Worte natürlich gern registriert („Das zeigt, dass ich etwas richtig mache.“), betont aber, dass die Equipe tricolore nur ein Fernziel sei: „Ich hatte einen guten ersten Monat, aber ich muss meine Leistung bestätigen, bevor ich an die Nationalmannschaft denken kann.“

Ribéry: 'Ein guter Junge'

Volle Konzentration also auf den FC Bayern, wo er sich auf Anhieb wohl gefühlt hat. „Hier ist es etwas ruhiger, etwas weniger streng, die Spieler sind ein bisschen freier - und das spürt man auf dem Platz“, schildert er seine Eindrücke. „Die Verantwortlichen haben mir gesagt, dass das Spiel hier besser zu mir passen würde. Bis jetzt haben sie Recht behalten“, sagte Coman, der bislang auf seiner Lieblingsposition auf den Flügeln zum Einsatz kam.

„Er ist ein guter Junge“, sagte Franck Ribéry fcbayern.de über seinen Landsmann. Der derzeit verletzte Außenstürmer ist genauso wie Medhi Benatia ein wichtiger Ansprechpartner für Coman, da sie sich auf Französisch unterhalten können. „Sie haben immer Ratschläge für mich“, erzählte Coman. Doch auch zum Rest der Mannschaft habe der 19-Jährige schon Kontakte geknüpft, berichtete Ribéry: „Ich spreche jeden Tage mit ihm, aber alle anderen auch. Bayern ist eine Familie. Das macht es jedem neuen Spieler einfach, sich sofort wie zuhause zu fühlen.“

Auch privat hat sich Coman gut eingelebt. Er wohne zusammen mit seinen Eltern, berichtete er. „Sie kochen für mich und kümmern sich um alles, was ich brauche.“ Der 19-Jährige beschrieb sich als „häuslichen Typ. Ich gehe nicht oft aus, das war auch in Turin oder Paris schon so. Und ich schaue gerne TV-Serien, zum Beispiel Game of Thrones.“ Auf dem Rasen will Coman seinem gelungenen Auftakt noch viele Episoden folgen lassen. „Er trainiert jeden Tag mit großen Spielern und kann viel lernen“, meinte Ribéry, „bis jetzt hat er es gut gemacht.“

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