präsentiert von
Menü
Nach Rekordstart

'Die Parole heißt: Unaufgeregt weitermachen!'

War es am Ende nur ein Traum? Um sich am Morgen danach das letzte Körnchen Ungläubigkeit aus den Augen zu reiben, half ein Blick auf die Schlagzeilen des Tages. „Bayern mit Machtdemonstration“ titelte die Deutsche Presse-Agentur, von einer „Demonstration der Stärke“ liest man im kicker. Es war also Wirklichkeit! 5:1 - in Worten: fünf zu eins - hatte der FC Bayern Borussia Dortmund besiegt und seinen Saisonstart gekrönt: 8 Spiele, 8 Siege und eine Tordifferenz von +24 bedeuten: Der eigene Bundesliga-Startrekord aus der Saison 2012/13 wurde eingestellt. „Das ist Wahnsinn“, sagte Pep Guardiola, „das habe ich in meiner Karriere noch nie erlebt.“

Sieben Punkte beträgt der Vorsprung des FC Bayern jetzt auf Dortmund und Platz zwei. „Zu diesem Zeitpunkt diesen Vorsprung zu haben, war immer unser Traum“, meinte Thomas Müller, der den klaren Erfolg im Topspiel gegen den BVB als „Big Point“ und „Signal“ wertete. „Heute war es einfach super. Das genießen wir.“

Kein Champagner

„Wir haben einen wunderbaren Start hingelegt“, war auch Karl-Heinz Rummenigge hochzufrieden mit den ersten Wochen der Saison. Glückwünsche zur Meisterschaft - „Meister im Oktober!“ (Abendzeitung), „Deutscher Meister wird nur der FC Bayern“ (FAZ) - wehrte der FCB-Vorstandschef aber vehement ab. „So weit sind wir noch nicht. Es sind noch 26 Spiele.“ In der Kabine werde kein Champagner ausgeschenkt, betonte er. „Die Parole bei uns heißt: Unaufgeregt weitermachen!“

Auch das 5:1 gegen Dortmund war das Ergebnis konzentrierter Arbeit. „Dortmund war das ganze Spiel nicht schlecht“, meinte Müller, „aber wir haben unsere Chancen genutzt.“ Müller (26., 35./Foulelfmeter) und Robert Lewandowski (46., 58.) trafen mit ihren ersten vier Torschüssen vier Mal. Mario Götze (66.) erzielte den Endstand in einem intensiven Duell auf und außerhalb des Rasens, in dem beide Trainer mehrfach die taktische Formation ihrer Mannschaft änderten.

23 Sekunden

Spannung kam zwischenzeitlich nur nach Pierre-Emerick Aubameyangs (37.) Anschlusstreffer zum 2:1 auf. Lewandowski zweites Tor, nur 23 Sekunden nach Anpfiff der zweiten Halbzeit, vertrieb aber jegliche Zweifel am Münchner Erfolg. „Der Unterschied war unser drittes Tor“, stellte Guardiola fest. „Siegermentalität“ und „Tormentalität“ nannte Sportvorstand Matthias Sammer als spielentscheidende Faktoren.

8 Spiele, 8 Siege, 7 Punkte Vorsprung - nach der Länderspielpause wollen die Bayern genau so weitermachen. „Sie glauben doch nicht, dass wir nur einen Millimeter nachlassen werden“, betonte Sammer. „Wir werden jetzt nicht absichtlich Spiele verlieren“, machte auch Manuel Neuer der Konkurrenz keine Hoffnung. Ganz im Gegenteil: „Wir dürfen jetzt nicht nachlassen bis zum Winter und wollen versuchen, das Polster zu erweitern.“ Und Müller versicherte: „Bei uns wird keiner einschlafen.“

Weitere Inhalte