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'Es macht einfach Spaß'

FCB freut sich über einen 'perfekten Pokaltag'

Die Stimmung war prächtig auf der Bank des FC Bayern während des Pokalspiels beim VfL Wolfsburg. Rafinha diskutierte angeregt mit Arturo Vidal, Joshua Kimmich flachste mit Jan Kirchhoff und Sven Ulreich und auch Arjen Robben und Medhi Benatia hatten offenkundig ihren Spaß. Rund 30 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt gespielt in der Zweitrundenpartie zwischen dem Titelverteidiger und dem Rekordchampion, der da bereits mit 2:0 in Führung lag. Am Ende feierte der FCB einen souveränen 3:1 (3:0)-Erfolg und zog ungefährdet ins Achtelfinale ein.

„Das war eine überragende erste Halbzeit. Es hat Spaß gemacht, zuzuschauen“, zeigte sich Robben nach dem Schlusspfiff noch immer beeindruckt davon, was er in den ersten 45 Minuten von der Seitenlinie aus verfolgen konnte. „3:0 zur Halbzeit in Wolfsburg, das ist schon ein Statement.“ Sportvorstand Matthias Sammer pflichtete dem Niederländer bei, „außergewöhnlich“ sei der erste Durchgang in der mit 30.000 Zuschauern ausverkauften Volkswagen Arena gewesen, „wir haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben“.

Ohne Fehler in Halbzeit eins

In der Tat ließ die Mannschaft von Trainer Pep Guardiola von Beginn an keine Zweifel aufkommen, wer an diesem Abend als Sieger den Platz verlassen würde. „Wir waren hochmotiviert. Wir haben uns hier schon oft schwer getan“, erinnerte Manuel Neuer an die beiden vorangegangenen Niederlagen in diesem Jahr in Wolfsburg. Und so startete der FCB „sehr ruhig, sehr cool, abgeklärt und ballsicher“ in die Partie und war dem Vizemeister in allen Belangen überlegen. „Wir waren gut eingestellt“, erklärte Neuer.

Douglas Costa (15. Minute) und Thomas Müller (20.) setzten die Münchner Überlegenheit mit einem Doppelschlag in Tore um, mit seinem zweiten Treffer sorgte Müller (34.) noch vor der Halbzeitpause für die Vorentscheidung. „In der ersten Halbzeit haben wir ohne Fehler gespielt, haben schnell verlagert, haben den Ball laufen lassen und hatten ein gutes Positionsspiel. Wir haben Wolfsburg keinen Platz zum Atmen gelassen und das wurde belohnt“, meinte der zweifache Torschütze. „Die erste Halbzeit war grandios.“

Wolfsburg findet 'keine Antwort'

Nach dem Seitenwechsel konnten die Niedersachsen die Partie etwas offener gestalten und kamen vor allem in Person von Daniel Caligiuri (47./71./75.) zu aussichtsreichen Torchancen. Das lag aber auch daran, dass die Bayern es im zweiten Durchgang etwas ruhiger angehen ließen, ohne jedoch dabei die Kontrolle zu verlieren. Im Gegenteil: Allein der eingewechselte Robben (68./79./82.) verpasste es, den Vorsprung weiter auszubauen. Der Ehrentreffer des entthronten Titelverteidigers durch Andre Schürrle (90.) kam letztlich zu spät.

„Wir hatten uns sehr viel vorgenommen und uns gut vorbereitet“, sagte Wolfsburgs Stürmer Bas Dost nach dem Spiel sichtlich niedergeschlagen. „Keine Antwort“ habe seine Mannschaft auf das druckvolle Spiel des FC Bayern gehabt, „das war frustrierend“. Von einem „Klassenunterschied“ sprach hinterher auch VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs. Wolfsburg sei an diesem Abend „gar nicht ins Spiel gekommen, wir haben es den Bayern sehr leicht gemacht“, räumte der frühere Nationalspieler ein.

Ein perfekter Pokaltag

„Wir haben gegen eine sehr, sehr gute Mannschaft gespielt, die ihre Qualitäten hat. Aber im Moment ist es schwer, gegen uns zu bestehen“, brachte Kapitän Philipp Lahm die momentane Dominanz seines Teams auf den Punkt: „Es macht momentan einfach Spaß.“ Nach einem „alles in allem perfekten Pokaltag“ (Müller) richtete sich der Blick beim FCB aber schon auf das nächste Bundesligaspiel am Freitagabend bei Eintracht Frankfurt.

Den nächsten Pokalgegner - die Achtelfinal-Auslosung steigt am kommenden Sonntagabend - haben die Bayern ebenfalls schon auserkoren: „Ein Derby gegen die Löwen wäre schön, da würde sich ganz München drauf freuen“, meinte Lahm. Und Müller ergänzte in seiner unnachahmlichen Art und Weise: „Gerne auch auswärts.“

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