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'Ein großer Sieg'

FCB auch nach der Länderspielpause in Schwung

Die Serie fortgesetzt, die Tabellenführung ausgebaut und die Champions-League-Generalprobe erfolgreich gestaltet - nach dem schwer erkämpften, letztendlich aber verdienten 3:1 (1:1)-Erfolg beim FC Schalke 04 konnte der FC Bayern am späten Samstagabend rundum zufrieden die Heimreise nach München antreten. Dank des zwölften Saisonsiegs im 13. Spiel bleibt der Rekordmeister weiterhin ungeschlagen und hat nun bereits acht Punkte Vorsprung auf den zweiten Tabellenplatz.

„Es war schwer, hier zu gewinnen. Aber wir haben es geschafft. Großes Kompliment an die Mannschaft“, sagte Trainer Pep Guardiola nach der Partie in der mit 61.723 Zuschauern ausverkauften Veltins Arena, „es war ein großer Sieg für uns.“ Zum insgesamt zwölften Mal in Folge startete der FCB mit einem Dreier aus einer Länderspielpause (35:4 Tore) und könnte mit einem weiteren Sieg am Dienstagabend im letzten Heimspiel der CL-Gruppenphase gegen Olympiakos Piräus den vorzeitigen Achtelfinal-Einzug perfekt machen.

Schalke parkt den Bus im 16er

„Man muss in der Bundesliga für jeden Sieg hart arbeiten. Die Gegner versuchen alles, deswegen müssen wir in jedem Spiel an die 100 Prozent gehen“, meinte Thomas Müller, der mit seinem Treffer in der Nachspielzeit den Schlusspunkt hinter eine intensiv geführte Partie setzte. Wie schon viele andere Bayern-Gegner zuvor, versuchten auch die seit nunmehr sieben Pflichtspielen sieglosen Schalker ihr Glück aus einem kompakten 5-4-1-System und gelegentlichen Kontern.

„Die Gegner machen es uns nicht leicht, in letzter Zeit ist ja die Fünferkette in Mode gekommen“, sagte Müller über die betont defensive Grundausrichtung der Gastgeber und fügte schmunzelnd an: „Die haben versucht, ihren Bus vor dem eigenen 16er zu parken. Aber dass Mannschaften so gegen uns spielen, haben wir uns erarbeitet.“ Dabei fing es vielversprechend an aus Sicht der Bayern, David Alaba gelang bereits in der 9. Minute mit seinem ersten Saisontor die frühe Führung.

Martínez trifft nach 917 Tagen

Doch die Schalker zeigten sich unbeeindruckt und erzielten kurz darauf durch Max Meyer (17.) den zwischenzeitlichen Ausgleich. „Der Schuss war unangenehm, aber trotzdem muss ich ihn haben“, zeigte sich Torhüter Manuel Neuer nach der Rückkehr an die ehemalige Wirkungsstätte selbstkritisch über den Aufsetzer des S04-Youngsters. „Der Ball wurde auf dem nassen Untergrund schneller. Ich wollte ihn um den Pfosten lenken - leider ist es mir nicht gelungen.“

Danach tat sich der FCB lange schwer gegen die diszipliniert agierenden Schalker, die den Rekordmeister über weite Strecken erfolgreich vom eigenen Tor fernhielten. Bis zur 69. Minute, da brachte Innenverteidiger Javi Martínez die Gäste per Kopf auf die Siegerstraße. Ein erlösender Treffer, nicht nur für die Bayern, sondern auch für den Spanier, der zuletzt vor 917 Tagen ins gegnerische Tor traf (Mai 2013). Müller (90.+2) machte dann kurz vor dem Ende alles klar.

„Drei Punkte mehr“, lautete dann auch das knappe Fazit Guardiolas, der sich vor allem von der „Intensität“ und „Leidenschaft“, mit der sein Team über 90 Minuten zu Werke ging, beeindruckt zeigte. „Wir haben es ordentlich gemacht“, meinte Müller, der nach den vielen unerfreulichen Ereignissen der vergangenen Woche vor allem eines hervorhob: „Es war wichtig, dass wir wieder Fußball spielen konnten. Das war wichtig für die Zuschauer, für uns und auch für die ganze Liga.“

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