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'Haben soziale Verpflichtung'

FCB tritt Bayerischer Klima-Allianz bei

Kicken für das Klima, gemeinsam für den Klimaschutz – so lautet ab sofort das Motto beim FC Bayern. Der deutsche Rekordmeister und die Allianz Arena München Stadion GmbH sind seit Mittwoch die neuesten Mitglieder der Bayerischen Klima Allianz. Auf einer Pressekonferenz an der Säbener Straße unterzeichneten Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Allianz-Arena-Geschäftsführer Jürgen Muth gemeinsam mit der Bayerischen Umweltministerin Ulrike Scharf die Beitrittserklärung.

„Beim Klimaschutz kann man nur erfolgreich sein, wenn wir möglichst viele Menschen gewinnen können, die mitmachen. Es muss uns gelingen, ähnlich wie beim Fußball, für den Klimaschutz die Emotionen zu wecken“, erklärte Umweltministerin Scharf. Mit seinen rund 260.000 Vereins-Mitgliedern und seiner riesigen Fan-Basis ist der FC Bayern der ideale Partner, um dem „Klimaschutz ein Gesicht zu geben“ und somit „viele Menschen zu erreichen und zu motivieren, sich für den Klimaschutz einzusetzen“, so Scharf weiter.

FCB kann 'gutes Beispiel geben'

„Grundsätzlich muss man diese Initiative der Bayerischen Klima-Allianz sehr loben“, sagte Rummenigge. „Wir alle müssen ein Interesse daran haben, dass in der Zukunft dem Thema Umwelt- und Klimaschutz Rechnung getragen wird. Wir haben da eine soziale Verpflichtung und der FC Bayern kann da ein gutes Beispiel geben.“ Daher habe man beim Rekordmeister „gerne zugesagt“, als Umweltministerin Scharf angefragt habe, ob der FC Bayern der Bayerischen Klima-Allianz als Partner beitreten wolle. Der FCB ist das inzwischen 33. Mitglied der Klima-Allianz.

Einen „ersten, wichtigen Schritt“, so Rummenigge, hat der FC Bayern in Sachen Klimaschutz bereits getätigt. So wurde im vergangenen Sommer in Zusammenarbeit mit FCB-Partner Philipps die Stadionfassade der Allianz Arena mit einer neuen Lichtanlage ausgestattet. „Durch die im August 2015 in Betrieb genommene neue LED-Fassade sparen wir bis zu 60 Prozent der Stromkosten gegenüber der normalen Fassadenbeleuchtung ein“, erklärte Jürgen Muth.

Weitere Maßnahmen geplant

Zudem werde die Allianz Arena seit 2006 „freiwillig“ (Muth) mit dem höchsten europäischen Umweltsiegel, dem EMAS, zertifiziert. Das sei aber „nur der Anfang“, betonte Mut. Weitere Maßnahmen wie die Nutzung regenerativer Energien oder die Reduzierung und Trennung des Müllaufkommens werden ebenfalls angegangen.

Die Klima-Allianz ist ein breites gesellschaftliches Netzwerk für mehr Klimaschutz in Bayern. Die Partner haben sich zum Ziel gesetzt, das Bewusstsein für das Thema Klimaschutz zu stärken, mit gemeinsamen Aktionen Verständnis für einen nachhaltigen Umgang mit knappen Ressourcen zu wecken und klimafreundliches Verhalten zu fördern. Die Partner der Klima-Allianz unterstützen das Ziel der Bayerischen Staatsregierung, die jährlichen Treibhausgas-Emissionen bis 2050 auf unter 2 Tonnen pro Einwohner zu senken.

„Jede Tonne CO2, die wir einsparen, ist wie ein Sieg oder eine Runde weiter in der Champions League“, betonte Scharf. Die Bayerische Staatsregierung hat die Bayerische Klima-Allianz 2004 gemeinsam mit dem Bund Naturschutz gegründet. Die Bayerische Klima-Allianz besteht inzwischen aus 33 Partnern aus Umwelt- und kommunalen Spitzenverbänden, Kirchen, Jugendarbeit, Bildung, Wirtschaft und Wissenschaft.