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Interview

Vogel: 'Den Weg voller Überzeugung weitergehen'

Vier Monate ist die Saison 2015/16 im Gange. Vor dem Beginn der Spielzeit gab es im junior team des FC Bayern einige Veränderungen. Mit Holger Seitz und Tim Walter wurden die Trainerposten der U19- und U17-Junioren neu besetzt. Der älteste Nachwuchs des Rekordmeisters steht nach neun Partien in der A-Junioren Bundesliga Süd/Südwest mit 15 Zählern auf Rang vier. Die U17 ist Tabellenführer in der B-Junioren Bundesliga Süd/Südwest und konnte neun ihrer zehn Partien für sich entscheiden.

Heiko Vogel bekleidet seit Sommer die Doppelfunktion des Trainers der Amateure und des sportlichen Leiters. Mit 30 Zählern aus 16 Spielen - ein Nachholspiel gegen die SpVgg Unterhaching steht noch aus - schlossen die Amateure die Hinrunde in der Regionalliga Bayern auf dem dritten Tabellenplatz ab. Im Interview mit fcbayern.de zieht Vogel sein Hinrundenfazit und spricht über Verbesserungsansätze für die Rückrunde sowie die aktuellen Entwicklungen im junior team.

Das Interview mit Heiko Vogel

fcbayern.de: Hallo Herr Vogel, zum Rückrundenauftakt in der Regionalliga kamen die Amateure nicht über ein 0:0-Remis gegen den FV Illertissen hinaus. Woran lag es, dass es nicht zum Sieg gereicht hat?
Vogel: „Wir waren in der Offensive zu wenig zielstrebig, haben vieles versucht, aber das Meiste davon ist verpufft. Defensiv haben wir wenig zugelassen, aber nach vorne zu wenig Gefahr ausgestrahlt. Wenn du keine Tore machst, ist das Maximum ein Unentschieden.“

fcbayern.de: Aus den bisherigen 17 Partien hat ihr Team 31 Zähler gesammelt. Wie fällt ihr Zwischenfazit aus?
Vogel: „Natürlich haben wir eine junge Mannschaft, da muss man in puncto Leistungskonstanz sicherlich Abstriche machen. Die Entwicklung muss immer eine positive sein. Das sehe ich grundsätzlich bei uns gegeben. Wir haben aber unter dem Strich zu häufig unentschieden gespielt, was für mich ein Zeichen ist, dass es ein Stück weit an Kompromisslosigkeit, Siegeswille und Effizienz fehlt.“

fcbayern.de: Was muss demnach in den kommenden Partien besser laufen als zuletzt?
Vogel: „Letztendlich ist Fußball immer ergebnisorientiert. Auch wenn ich ergebnisorientiert spiele, heißt es aber nicht, dass ich meine Philosophie verraten muss, um den maximalen Erfolg zu haben. Ich glaube, dass wir in jedem Spiel die Möglichkeit hatten, den Sieg einzufahren. In einzelnen Situationen oder Zeiträumen müssen wir den Fokus noch mehr auf das Spiel legen. Wenn wir mit der richtigen Einstellung ans Werk gehen, verfügen wir über eine Qualität, mit der wir uns nur selbst schlagen können. Das war in der Hinrunde zu häufig der Fall.“

fcbayern.de: Neben dem Trainerposten der Amateure sind Sie seit Sommer auch Sportlicher Leiter des junior teams. Wie zufrieden sind Sie mit der aktuellen Entwicklung?
Vogel: „Zunächst einmal sehe ich diese Aufgabe nicht als Doppelbelastung, sondern als Doppelfunktion. Ich verspüre eine große Freude, diese Aufgabe ausführen zu dürfen. Die Entwicklung ist sehr gut. Wir haben schon jede Menge positive Schritte machen können. Entwicklung ist aber immer auch prozessorientiert und erfordert somit Zeit. Manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich zu ungeduldig bin und muss mich ein wenig maßregeln. Aber grundsätzlich sind wir auf einem sehr guten Weg und haben die richtige Richtung eingeschlagen. Es gilt, diesen Weg akribisch, leidenschaftlich und voller Überzeugung weiterzugehen.“

fcbayern.de: Bei den U19- und U17-Junioren gab es vor der Saison jeweils einen Trainerwechsel. Was haben die personellen Veränderungen bewirkt?
Vogel: „Mit Holger Seitz und Tim Walter haben wir zwei Experten in ihrem Bereich dazugewonnen. Sie machen eine hervorragende Arbeit. Beide haben ein großes Interesse, im Sinne des Vereins die Entwicklung voranzutreiben. Häufig können Eitelkeiten gewisse Dinge verhindern, das ist bei uns aber in keinster Weise der Fall.“

fcbayern.de: Wie beurteilen Sie die Zusammenarbeit mit den Nachwuchstrainern?
Vogel: „Im Alltag findet eine tolle Kommunikation und ein sinnvoller Austausch statt. Wir arbeiten gut zusammen und sind füreinander da. Das wird sich mit Sicherheit auch weiterhin positiv auf die Entwicklung im Juniorenbereich des FC Bayern auswirken.“

Das Interview führte: Felix Hülskemper

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